Schluss mit Plastik an Bord: SAS hat angekündigt, künftig auf allen Flügen Plastik abzuschaffen, meldet das Portal „Fly Smart 24“. Als ersten Schritt schafft die Airline deshalb nun Plastikbesteck und Plastikfolien um das Essen ab. Betroffen davon ist auch der bekannte Essenswürfel aus Karton – denn darin sind die Waren noch einmal in Plastik verpackt. 

SAS verbannt Plastik auf allen Flügen

Der bei SAS für Essen und Getränke zuständige Manager Alexander Lund sagte demnach, man wolle auf wiederverwendbare und nachhaltige Alternativen, etwa Papierverpackungen, umsteigen. Der Grund dafür seien Umweltaspekte. 

Außerdem bietet SAS künftig mehr vegetarische Kost an, bis September steht demnach ein Blumenkohl- und ein Champignon-Gericht auf dem Speiseplan von Plus-Reisenden, also jenen, die mehr Beinfreiheit und andere Vorteile dazugebucht haben, und zusätzlich bei jenen, die ihr Essen vorab bestellen.

Ohnehin nutzen immer mehr Passagiere die Möglichkeit, ihr Essen vorab zu bestellen, was dazu führt, dass SAS weniger Essen mit an Bord nehmen muss – und weniger wegwerfen muss. 

So will SAS nachhaltiger werden

Die neue Strategie wurde bereits vergangene Woche auf allen Flügen innerhalb Europas mit einer Flugdauer von mehr als 80 Minuten eingeführt. 

Außerdem hat SAS bereits angekündigt, ab Herbst kein Tax-free-Shopping mehr an Bord anzubieten. Damit soll Gewicht an Bord reduziert werden, was wiederum zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch führt.

Die Initiative ist ein Teil des selbst auferlegten Ziels von SAS, bis zum Jahr 2030 die Emissionen um 25 Prozent zu senken, heißt es in einer Mitteilung der Fluggesellschaft. Als Alternative solle es eine moderne Variante von Tax-free-Bestellungen rund um den Flug geben, so SAS-Werbe-Chef Karl Sandlund. 

SAS folgt damit den Vorstößen anderer Fluglinien wie Qantas, United Airlines, Delta Airlines, American Airlines und KLM, die den Verkauf von Tax-free-Produkten wie Alkohol und Parfüm an Bord bereits gestoppt haben oder im kommenden Jahr beenden wollen.