Ein starkes Erdbeben erschütterte am Sonntag den Pazifik. Gleich zweimal bebte die Erde binnen weniger Stunden. Zunächst meldeten die Behörden ein Beben rund 1.000 Kilometer von der Nordinsel Neuseelands entfernt nahe den unbewohnten Kermadec-Inseln.

Erdbeben vor Neuseeland: Tsunami-Warnung aufgehoben

Erste Erschütterungen wurden morgens um 10.55 Uhr (Ortszeit) vor den Kermadec-Inseln verzeichnet. Nur wenige Minuten später warnte das neuseeländische Ministerium für Zivilschutz und Notfallmanagement vor einem Tsunami – doch die Katastrophe blieb aus, die Warnung wurde kurze Zeit später zurückgezogen.

Die Behörde meldete zunächst eine Stärke von 7,4 (bedeutet auf der Richterskala schwere Schäden über weite Gebiete), korrigierte dies im Nachhinein auf 7,0. 

Befürchtete Flutwellen blieben aus, die Messgeräte sollen keine bedrohlichen Auffälligkeiten zeigen, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Zivil- und Katastrophenschutz nach Informationen des „NZ Herald“. 

Zweites Erdeben vor Inselparadies Tonga

Und nur knapp 6:30 Stunden später sollte es im Südpazifik ein zweites Mal beben: In diesem Fall traf es ein Gebiet vor dem Inselparadies Tonga. Wegen der Stärke von 6,6 warnte die Behörde vor ungewöhnlich starken und gefährlichen Strömungen sowie Flutwellen.

Die Vava’u-Inseln gehören zum Königreich Tonga.
Ein weiteres Erdbeben mit einer Stärke von 6,6 wurde am späten Sonntag (Ortszeit) rund 97 Kilometer nordöstlich des Inselstaates Tonga gemessen. Foto: imago images/Bluegreen Pictures

Die Einwohner des Königreichs Tonga konnten auch kurz darauf aufatmen: Keines der befürchteten Szenarien trat ein. Meldungen über Schäden oder gar Verletzte gibt es bislang nicht.

Das Epizentrum lag auf dem Pazifischen Feuerring, der erdbebenreichsten Region der Welt. Entlang der Küstengebiete im gesamten Pazifischen Ozean kommt es daher besonders häufig zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen. Länder wie Indonesien, die Philippinen, Japan oder auch Australien liegen ebenfalls in der aktiven Zone.

Besonders verheerend war zuletzt ein Erdbeben mit Tsunami als Folge Anfang Oktober 2018 auf der indonesischen Insel Sulawesi. Mehr als 1.400 Menschen kamen ums Leben