Philippinen: „Teuerstes Resort der Welt“ schon wieder dicht

Philippinen: „Teuerstes Resort der Welt“ erstmal dicht

100.000 Dollar pro Nacht: Das Banwa-Private-Island-Resort auf den Philippinen sollte das teuerste Resort der Welt sein und wollte neue Maßstäbe setzen. Doch zwei Monate nach der Eröffnung war erstmal Schluss.

Das Banwa-Private-Island-Resort liegt auf der Insel Puerco im Norden Palawans.
Das Banwa-Private-Island-Resort liegt auf der Insel Puerco im Norden Palawans.

Foto: Banwa Private Island

Zehn Jahre hat der Bau des Banwa-Private-Island-Resorts auf der einsamen Insel Puerco auf den Philippinen gedauert. Die Eröffnung im April 2019 als „teuerstes Resort der Welt“ sorgte weltweit für Schlagzeilen in den Medien. Der Grund: Eine Übernachtung in dem Luxus-Hotel fängt bei 100.000 Dollar an. 

Doch seit Anfang Juni wird das Resort keine Gäste mehr empfangen, denn einem Bericht von „Skift“ zufolge hat die philippinische Tourismusbehörde Untersuchungen eingeleitet, die eine vorübergehende Schließung zur Konsequenz haben.

Das wohl teuerste Resort der Welt wieder dicht: Fehlt die Genehmigung?

Der Vorwurf: Das Resort soll ohne behördliche Genehmigung des philippinischen Department of Tourism (DOT) eröffnet haben. Das bestätigte die Angestellte Maria Rica Bueno gegenüber „Skift“: „Banwa arbeitet derzeit an den erforderlichen Dokumenten.“ 

Der reisereporter hat bei Banwa nachgefragt, jedoch geht das Resort auf keine Details der vorübergehenden Schließung ein: „Banwa Private Island wird nach Fertigstellung der endgültigen behördlichen Unterlagen, deren Unterzeichnung für Juli geplant ist, für Buchungen verfügbar sein.“

   

Luxus auf einer Privatinsel im Banwa-Resort

Offenbar polarisierte der hohe Übernachtungspreis zu sehr, denn gegenüber dem reisereporter heißt es, dass dieser Gästen nur noch auf Anfrage mitgeteilt werde.

Philippinen kämpfen gegen Overtourism und Umweltverschmutzung

Die strengen Vorgaben sind ein Mittel, um dem Overtourism entgegenzusteuern: Zum einen sollen die Besucherzahlen kontrollierter gelenkt werden, zum anderen soll damit das fragile Ökosystem geschützt werden.

Die philippinische Regierung sperrte deshalb sogar schon eine gesamte Insel: Boracay war sechs Monate lang für Urlauber absolut tabu, Präsident Duterte bezeichnete das Strandparadies sogar als „Kloake“. Dort müssen Hotels nun gewisse Standards der Umweltbehörde erfüllen.

Da die Landschaft trotz der halbjährigen Erholungsphase noch immer unter dem Tourismusboom leidet, folgte in diesem Frühling ein Kreuzfahrt-Verbot auf Boracay für Schiffe, die mehr als 2.000 Passagiere an Bord haben. Kleinere Kreuzfahrtschiffe dürfen nur noch in ausgewählten Zeiträumen anlegen.

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