Die Wunder dieser Welt zu bereisen gleicht mittlerweile eher einer Massenhysterie. Damit Touristen wieder verinnerlichen, dass der Besuch von kulturell und historisch bedeutenden Orten noch immer als Privileg gesehen werden sollte, werden verschiedenste Maßnahmen ergriffen.

Der Verkauf von zeitlich begrenzten Tickets ist eine davon: Am Machu Picchu wurde ein Besucher-Zeitlimit von drei Stunden lediglich getestet, um die Inka-Ruine vor dem massenhaften Andrang zu schützen. Indiens Behörden greifen am Taj Mahal nun deutlich strikter durch.

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Taj Mahal führt Zeitlimit von drei Stunden ein – so teuer kann es werden

Besucher dürfen fortan nur noch drei Stunden das monumentale Grabgebäude besuchen, ansonsten: „Wenn Touristen das Zeitlimit von drei Stunden überschreiten, wird eine Extragebühr in Höhe des Eintritttickets am Ausgang fällig“, bestätigte Vasant Swarankar, Archäloge und Mitarbeiter des indischen Kultusministeriums, der „Times of India“.  

Das kommt preislich auf dich zu: Für ausländische Touristen kostet der Zugang aktuell zum gesamten Gebäudekomplex 1.100 Rupien (umgerechnet 14 Euro) plus 200 Rupien (rund 2,50 Euro) für den gesonderten Eintritt in das Mausoleum.

Solltest du das Zeitfenster also nicht einhalten, sind die Zusatzgebühren für dich zwar recht erschwinglich, für Einheimische, die den Großteil der Besucher ausmachen, jedoch ein kleines Vermögen.

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Wer nicht rechzeitig zum Taj Mahal kommt, verliert sein Ticket

Entsprechende Timeslots sollen bereits bei der Buchung vergeben werden. Wer dann nicht rechtzeitig erscheint, dem wird der Zutritt verwehrt. Die Gültigkeit des gezahlten Tickets erlischt – Besucher müssen dann ein neues vor Ort kaufen.

Angekündigt wurden diese Regeln bereits am 1. April 2018. Im gleichen Jahr drohte ein Gericht sogar mit der Schließung des Taj Mahals, wenn nichts für die Erhaltung des Unesco-Weltkulturerbes unternommen werde. Farbliche Veränderungen des weißen Marmos, vermutlich durch Luftverschmutzung verursacht, beunruhigen Experten.

Wegen politischer und verwaltungstechnischer Unstimmigkeiten sowie organisatorischer Probleme konnten die Zeitlimits jedoch erst jetzt umgesetzt werden. Im gleichen Atemzug begrenzte das Kultusministerium die maximale tägliche Besucherzahl auf 40.000.