Sind die Zeiten, in denen Bahnreisende in oftmals langen Schlangen am Serviceschalter warten und dann mehr oder weniger freundliches Service-Personal nach Infos fragen müssen, bald vorbei? Die Deutsche Bahn testet aktuell einen Roboter am Hauptbahnhof Berlin.

„Semmi“ heißt der Kopf, mit dem sich Reisende in einer vorerst sechswöchigen Testphase unterhalten können. Die Bahn will so beweisen, welches Potenzial die künstliche Intelligenz in einem Kundenservice bietet. Die Roboterdame wurde zuvor bereits am Flughafen Frankfurt und am Hauptbahnhof in Tokio getestet.  

Video: So hilft Bahn-Roboter „Semmi“ weiter

Mit einem „Hallo, ich bin Semmi. Was kann ich für dich tun?“ werden die Kunden von der digitalen Assistentin begrüßt. Egal ob sie wissen wollen, wann der nächste Zug fährt, wo die Schließfächer sind oder wo es im Bahnhof das beste Suhi gibt – „Semmi“ soll die Antwort auf fast alle Reisefragen haben. 

Auch bei schweren Gewittern und großen Störungen soll „Semmi“ zum Einsatz kommen.

Und sie spricht nicht nur Deutsch, sondern auch Englisch, Französisch, Polnisch, Spanisch und Italienisch. So soll sie möglichst vielen der täglich 300.000 Bahnkunden in Berlin helfen können.  

Roboter Semmi: Start ist holprig – Probleme mit dem WLAN

Und wie funktioniert’s bisher? Bei der offiziellen Präsentation lief nicht alles reibungslos. Semmi reagierte offenbar mehrmals nicht auf die Frage nach dem nächsten Zug nach München.

Die Roboterdame musste neu gestartet werden. Es gebe Probleme mit dem WLAN im Bahnhof, so Sabine Jeschke, DB-Vorstand für Digitalisierung und Technik. Die werde das Unternehmen aber in den Griff bekommen.