Australien: Warum Magnetic Island bei Townsville einen Besuch wert ist

Warum Magnetic Island in Australien einen Besuch wert ist

Du liebst es, in der Natur zu sein und einen Ort auf eigene Faust zu erkunden? Dann solltest du Magnetic Island mit seiner geschichtsträchtigen Vergangenheit auf deiner Australien-Reise nicht auslassen.

reisereporterin Kristin auf Magnetic Island bei Townsville, Australien.
Sattgrün und tiefblau: Vom Lookout beim alten Fort aus überblickst du Magnetic Island und das Meer.

Foto: Kristin Matzies

Schon von der Fähre von Townsville aus zieht mich diese tropisch anmutende Insel in ihren Bann. Die bergige Landschaft ist von saftig grünem Eukalyptuswald überzogen, und je näher wir kommen, desto mehr kleine Strandabschnitte entdecke ich. 

Bei meiner Ankunft fällt mir auf, dass das Straßennetz erstaunlich gut ausgebaut ist, und überall flitzen kleine, pinkfarbene „Barbie Cars“ umher. Diese Mini-Autos erinnern tatsächlich an Barbie und sind bei vielen Touristen extrem beliebt, um die Insel zu erkunden.

In etwa zwei bis drei Tagen lassen sich alle Highlights auf Magnetic Island in Ruhe erkunden – egal ob mit dem Bus, bei eine Reittour oder indem du dir beispielsweise einen Jeep mietest. Letzteres lohnt sich besonders, um den Westen der Insel zu erkunden.

Mangroven, Wallabys und Panorama-Blick: Was Magnetic Island zu bieten hat

Da die Straßen dort nicht asphaltiert sind, fahren zum West Point keine Busse, und „Barbie Cars“ sind dort verboten. Doch gerade diese Route hat einen besonderen Charme – wir entscheiden uns deshalb für einen Jeep.

Unser erster Stopp ist an der Cockle Bay, wo wir bei Ebbe durch das teilweise knietiefe Watt zu einem Schiffswrack wandern. Mitten im Wasser wachsen darauf Bäume – ein ziemlich cooler Anblick. Die Bäume sehen fast verloren aus mit ihren nackten Wurzeln, die nur bei Flut vom Wasser umspült werden. Auf dem Festland erstrecken sich dagegen Mangrovenwälder, so weit das Auge reicht. 

Von hier aus fahren wir die östliche Küste der Insel hoch. Unser erster Höhepunkt ist der beliebte Forts Walk – wortwörtlich. Er führt durch den Magnetic-Island-Nationalpark, der etwa die Hälfte der Insel ausmacht, bis zu einem Lookout bei dem ehemaligen Fort. Die seichte Steigung der Wanderung zeigt nach und nach immer mehr Facetten dieser traumhaft schönen Insel.

In den Bäumen entdecken wir immer wieder Koalabären, und der Duft des gekauten Eukalyptus hängt in der Luft. Oben angekommen, genießen wir die Ruinen der Forts, die während des Zweiten Weltkriegs als Schutz dienten. Vom Lookout hast du außerdem einen Blick über die gesamte Insel. 

Anschließend geht es nach Arcadia zu den Felsenkängurus (Rock Wallabies), die hier in den Felsen der Geoffrey Bay beheimatet sind. Besonders gegen Nachmittag sind die Miniatur-Kängurus aktiv. Sie sind an Menschen gewohnt und lassen sich sogar mit Apfelstücken füttern. 

Für den besten Blick auf den Sonnenuntergang holpern wir abends den sandigen Weg zum West Point mit unserem Jeep entlang. Wir schaffen es noch gerade rechtzeitig, bevor die Sonne im Meer versinkt und den Himmel farbenfroh anmalt. Außer uns haben sich nur einige wenige Menschen hierhin verirrt. 

Generell verteilen sich die Besucher auf der Insel gut, und es wirkt an keinem Ort überfüllt. Neben den bereits erwähnten Highlights gibt es etliche weitere Orte, die besucht werden können. Dazu zählen diverse Buchten, unter ihnen die größte namens Horseshoe Bay, verschiedene Schnorchel- und Tauchspots sowie ein Koala Sanctuary. Dort kannst du auf Touren Koalas und andere australische Tiere aus nächster Nähe beobachten.

Magnetic Island ist anders als alle anderen Orte, die ich bisher in Australien besucht habe – und gerade deshalb einen Besuch wert.

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