Ob Inseln, Kreuzfahrtschiffe oder eben Flugzeuge – an immer mehr Orten soll das Anfallen von Plastikmüll eingeschränkt oder sogar ganz vermieden werden.

Qantas führte Anfang Mai den nach eigenen Angaben ersten „Zero Waste“-Flug der Welt durch. Auf dem Flug von Sydney nach Adelaide wurden alle Einwegprodukte aus Plastik durch recycelbare, kompostierbare oder Mehrweg-Alternativen ersetzt. 

Qantas’ Zero-Waste-Flug setzte auf biologisch abbaubares Geschirr

Statt kleiner Vegemite-Packungen (in Australien sehr beliebter herzhafter Brotaufstrich) kamen zum Beispiel normale Gläser zum Einsatz. Die Essensboxen bestanden aus einem Restprodukt von Zuckerrohr, das Geschirr aus Getreidestärke.

Wie viel Plastikmüll auf dem Flug gespart werden konnte, verdeutlicht Qantas jetzt mit einem Facebook-Post:

Oben die Müllbeutel, die normalerweise bei einem Flug auf derselben Strecke anfallen. Das sind der Airline zufolge im Schnitt rund 34 Kilogramm Müll. Unten der Abfall des „Zero Waste“-Fluges, der nicht recycelt oder kompostiert werden konnte. Dieser Rest landete auf keiner Mülldeponie, sondern ersetzt fossile Brennstoffe in industriellen Zementöfen.

Noch könne die Airline nicht jeden Flug plastikfrei gestalten, schreibt Qantas zu dem Foto. Bis 2021 will das Unternehmen aber 75 Prozent weniger Abfall zur Müllkippe bringen und bis Ende 2020 jährlich 100 Millionen Gegenstände aus Einweg-Plastik einsparen.

Auch Etihad ist schon plastikfrei geflogen

Ob der „Zero Waste“-Flug übrigens tatsächlich der erste der Welt war, ist fragwürdig: Dasselbe behauptete nämlich auch Etihad – über einen plastikfreien Flug, der bereits am 22. April stattfand.

Und: Als Zero Waste definiert die Airline nicht, dass gar kein Müll anfällt, sondern dass dieser nicht auf der Müllkippe landet, sondern weiterverwertet wird.