Das Flusskreuzfahrtschiff scheint völlig außer Kontrolle: Auf der Donau fährt die „MS Crucestar“ immer weiter auf die „A-Rosa Mia“ zu, dann kracht es. Die „Crucestar“ fährt ihr fast im 90-Grad-Winkel in die Seite. Dann dreht das Schiff, treibt weiter und fährt anschließend in eine Wand. 

Video: Kreuzfahrt-Crash auf der Donau in Serbien

Ein Youtube-Video zeigt den Vorfall vom 2. Juni vor einer Schleuse in Serbien aus Perspektive der Passagiere der „A-Rosa Mia“. 

Die Reederei betonte gegenüber dem Portal „Schiffe und Kreuzfahrten“, die Schuld an dem Unfall liege nicht bei der „A-Rosa Mia“. Die genaue Ursache für den Vorfall ist noch nicht geklärt. 

Für die A-Rosa-Gäste endete die Reise nach dem Zwischenfall jäh. Sie erhalten als Entschädigung eine Ersatzreise von bis zu 16 Tagen Dauer und eine fünftägige Kurzreise, so das Portal. Das Schiff wird derzeit in einer Werft repariert, bis mindestens 19. Juni finden keine Kreuzfahrten mit ihm statt.

Kreuzfahrtschiff „Brabant“ läuft auf Mosel auf Grund

Nur wenige Tage später lief die „Brabant“ bei Cochem auf Grund. Das Schiff der Reederei Fred. Olsen River Cruises war am Samstag auf der Mosel unterwegs, als es sich bei dem Vorfall zwei Lecks zuzog.

Die „Brabant“ konnte noch an einen Anleger fahren, wo die rund 140 Passagiere von Bord gehen mussten und zunächst in einem Hotel untergebracht wurden. Speziell ausgebildete Taucher sollten die Lecks im Schiffsrumpf verschließen, berichtet das Portal „Cruisetricks“.

Kurz nach Donau-Unglück in Budapest

Erst Ende Mai hatte der Zusammenstoß eines Ausflugschiffes mit einem Flusskreuzfahrtschiff in Budapest mehrere Menschenleben gefordert. Das Unglück zählt zu den schlimmsten Schiffahrtskatastrophen der jüngeren Geschichte Ungarns.