Das Unwetter am Donnerstagabend hat den Flugverkehr in Berlin ganz schön durcheinandergewirbelt. Allein von und nach Tegel fielen mehr als 80 Verbindungen aus, in Berlin-Schönefeld wurde die Abfertigung aufgrund starker Winde kurzzeitig gestoppt, so „Check24“.

Für einige Passagiere sorgte das Unwetter aber auch für ein besonderes Flugerlebnis: Sie legten die 25 Kilometer lange Strecke zwischen den Berliner Flughäfen Schönefeld und Tegel im Flugzeug zurück. Das betraf unter anderem Flüge von KLM und Easyjet. 

Unwetter legt Berliner Flughäfen kurzzeitig lahm

Wie kam es dazu? Aufgrund eines Gewittersturms stand in Tegel die Abfertigung am Donnerstagnachmittag für rund eineinhalb Stunden still. Einige Flüge, die in dieser Zeit hätten landen sollen, wurden nach Schönefeld umgeleitet. Dort warteten die Maschinen teilweise mehrere Stunden, bevor sie wieder abhoben und 15 Minuten zum Flughafen Tegel flogen.

Insgesamt sollen rund acht Verbindungen einen ungeplanten Zwischenstopp in Berlin-Schönefeld eingelegt haben. Darunter die Flüge KL 1829 ab Amsterdam und U2 5772 ab Olbia, Sardinien.

Mini-Flüge von Berlin nach Berlin: Passiert das öfter?

Es ist nicht das erste Mal, dass die extreme Kurzstrecke (unfreiwillig) geflogen wurde: Ein Easyjet-Flug ab Tegel auf dem Weg nach Zürich kehrte im September um und flog nach Schönefeld. Aufgrund einer Verspätung und des Nachtflugverbots in Zürich hätte der Flieger dort nicht mehr landen dürfen. Eine Stunde dauerte der Flug von Berlin nach Berlin.

Das Nachtflugverbot in Tegel ist auch der Grund, warum die Strecke in umgekehrte Richtung von Schönefeld nach Tegel häufiger geflogen wird – allerdings mit leeren Flugzeugen. Ein Flughafensprecher erklärte der „Bild“: „Wegen des Nachtflugverbots in Tegel werden die verspäteten Maschinen nach Schönefeld umgeleitet.“ Am nächsten Morgen würden die leeren Flugzeuge dann wieder nach Tegel fliegen, um die von dort geplanten Abflüge durchzuführen.