Sie waren betrunken, prügelten sich, beleidigten und belästigten eine Flugbegleiterin: Eine Männergruppe aus England hat sich auf dem Flug MT 2924 von Manchester nach Las Vegas extrem danebenbenommen. Schließlich entschieden die Piloten sogar, in Winnipeg (Kanada) zu landen. 

Dort wurden die Männer von der örtlichen Polizei abgeführt. Der Airline Thomas Cook entstand durch die respektlose Aktion der Männer ingsgesamt ein Schaden von umgerechnet fast 40.000 Euro: für Rückflüge nach England für die Krawall-Passagiere sowie Weiterflüge für die restlichen Insassen.

Passagiere erleben Thomas-Cook-Flug mit betrunkenen Briten als „acht Stunden Hölle“

Neben den randalierenden Briten waren bei dem Flug am 24. März 2018 mehr als 300 andere Passagiere an Bord – die „acht Stunden Hölle“ erleiden mussten. Besonders schlimm traf es allerdings eine der Flugbegleiterinnen: Sie wurde von den Männern beleidigt, einer von ihnen fasste der Frau sogar unter dem Rock ans Gesäß. 

Die Crew hatte sich geweigert, den offensichtlich betrunkenen Männern Alkohol auszuschenken, und beschlagnahmte insgesamt fünf Liter Alkohol aus dem Duty-Free-Shop. Darauf reagierten die Briten extrem aggressiv. Vor Gericht sagte die Flugbegleiterin: „Ich konnte gar nicht glauben, was passiert war. Niemand hat das Recht, mich bei der Arbeit zu berühren. Ich fühlte mich erniedrigt.“

Und das frauenfeindliche Verhalten ging weiter: Eine Passagierin wurde von einem der Männer als „Liverpooler Schlampe“ beschimpft. 

Krawall-Passagiere von Polizei abgeführt

Entsprechend groß war die Erleichterung, als die Maschine endlich in Winnipeg landete. Ein Video zeigt, wie die Männer dort fluchend von der kanadischen Polizei abgeführt werden:

Jetzt müssen die Briten die Konsequenz für ihr Verhalten ertragen: Drei von ihnen – Scott C., Michael W. und Craig H. – wandern für zwei Jahre ins Gefängnis. Daniel H. kommt mit 19 Monaten Haft davon. 

Betrunkene Thomas-Cook-Passagiere landen im Gefängnis

Das entschied die Richterin Hilary Manley vom Staatsgericht in Manchester. In dem Urteil heißt es, die Männer hätten mit ihrem betrunkenen Verhalten dafür gesorgt, dass der Flug nach Winnipeg umgeleitet werden musste. Sie wurden in den Anklagepunkten „Krawallstiftung“ und „Trunkenheit im Flugzeug“ schuldig gesprochen.

Bei der Anhörung am vergangenen Dienstag richtete die Richterin deutliche Worte an die Randale-Passagiere: „Keiner von Ihnen war in einem angemessenen Zustand zum Fliegen, und keinen von Ihnen hat das geschert“, sagte sie der lokalen „Manchester Evening News“ zufolge.

Die Arroganz und Geringschätzung der Männer mache sie sprachlos: „Sie waren eine Gruppe lauter, großer, betrunkener Männer mit totaler Missachtung gegenüber den anderen Passagieren und frauenfeindlicher Aggressivität gegenüber der Crew.“