USA: Trumps Regierung verbietet Kreuzfahrten nach Kuba

Kreuzfahrt-Schock: Diese Schiffe dürfen nicht mehr nach Kuba

Es ist ein großer Einschnitt in die Reiserouten von Karibik-Kreuzfahrten mit US-Reedereien: Kreuzfahrtschiffe aus den USA dürfen nicht mehr in Kuba halten. Das verkündete die Regierung am Dienstag.

Ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Havanna, Kuba.
Ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von Havanna. Dieser Anblick könnte zukünftig seltener werden.

Foto: imago images/Mito

Wenn US-Amerikaner nach Kuba reisen wollten, wählten sie dafür in der Vergangenheit meist Kreuzfahrten. Genauer gesagt in den vergangenen drei Jahren: Erst seit Mai 2016 dürfen US-Kreuzfahrten in Kuba anlegen. Es war ein Schritt der Annäherung zwischen dem Inselstaat und den USA, der unter Barack Obama abgesegnet wurde. 

Doch damit ist jetzt Schluss: US-Kreuzfahrtschiffe dürfen nicht mehr in Kuba anlegen. Das verkündete die Regierung am gestrigen Dienstag.

In dem Statement heißt es: „Von jetzt an verbieten die Vereinigten Staaten US-Reisenden, unter der bisher geltenden ‚Gruppen- und Bildungsreisen-Gemehmigung‘ nach Kuba zu reisen. Außerdem erlauben die USA keine Besuche in Kuba mit Passagier- und Erholungsschiffen mehr – inklusive Kreuzfahrtschiffen und Jachten – sowie keine privaten und kommerziellen Flüge.“

Mit dem Verbot will die US-Regierung verhindern, dass der Tourismus Geld in die kubanische Staatskasse spült. Das berichtet „CNN“. 

Eine Kreuzfahrt war die am häufigsten genutzte Reiseform von US-Amerikanern nach Kuba. Allein in den ersten vier Monaten dieses Jahres reisten so mehr als 142.000 Menschen nach Kuba, ein Plus von 300 Prozent verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Das berichtet „USA Today“.

So reagieren die Reedereien auf den Kreuzfahrt-Bann für Kuba

Reedereien wie Norwegian und Royal Caribbean sagten gegenüber „CNN“, sie würden die jüngsten Entwicklungen genau im Auge behalten. Royal Caribbean ändert die Reiserouten für Kreuzfahrten, die am 5. und 6. Juni in Kuba hätten anlegen sollen. 

Experten rechnen damit, dass Reedereien eher Reiseabläufe ändern werden, als Kreuzfahrten ganz abzusagen. Zum aktuellen Zeitpunkt sei aber „nichts definitiv“, Kreuzfahrt-Anbieter müssten erst mal „herausfinden, was die Ankündigung für ihr Produkte bedeute“.

Am drängendsten sei die Frage, was die neue Regel für Passagiere bedeute, die bereits ihre komplette Reise bezahlt haben oder bei denen die letzte Rate bald fällig werde. „Travel + Leisure“ zufolge sollten Passagiere, die bereits eine Kreuzfahrt mit Halt in Kuba gebucht haben, die jeweilige Reederei kontaktieren.

Bereits vor dieser Entscheidung hatte es Zwischenfälle auf Kreuzfahrten gegeben. So durfte im Februar das Kreuzfahrtschiff „Grand Classica“ nicht in Havanna anlegen, weil Kuba das Anlegen verboten hatte.

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