7 Dinge, die du auf deiner Kapstadt-Reise tun musst | reisereporter.de

7 Dinge, die du auf deiner Kapstadt-Reise tun musst

Vom Tafelberg schauen, guten Wein trinken und ins Mocaa gehen: Das sind nur drei der Dinge, die du in Kapstadt unbedingt erleben musst. Unser reisereporter-Local Johannes verrät dir seine Must-dos.

Johannes Dieterich
In Kapstadt gibt es vieles, was du machen musst – der Tafelberg gehört natürlich dazu.
In Kapstadt gibt es vieles, was du machen musst – der Tafelberg gehört natürlich dazu.

Foto: imago images/Westend61

1. Vom Tafelberg schauen

Auch wenn du gern anders als alle anderen sein willst: Auf den spektakulären Blick vom Tafelberg solltest auch du nicht verzichten. Aber Vorsicht: Es kann durchaus passieren, dass die Gondel wegen der berüchtigten Winde am Kap tagelang nicht fährt.

Dann solltest du zumindest den Signal Hill zu Fuß oder mit dem Auto bezwingen, um wenigstens einen Teil des phänomenalen Ausblicks genießen zu können. Auch der Tafelberg kann zu Fuß bestiegen werden. Das ist allerdings nicht ganz ungefährlich – sowohl was den Weg als auch mögliche Wegelagerer angeht.

Wenn die Cable Car steht, dann musst du einen anderen Weg auf den Tafelberg finden...
Wenn die Cable Car steht, dann musst du einen anderen Weg auf den Tafelberg finden... Foto: Johannes Dieterich

2. Nach Robben Island

Der Gegenpol zum Tafelberg ist die Gefängnisinsel Robben Island, auf der Nelson Mandela 18 seiner 27 Haftjahre absaß: Auch sie kannst du während deines Kapstadt-Besuchs auf keinen Fall links liegen lassen.

Wie willst du deinen Enkeln mal erklären, dass du um den schicksalhaften Ort einer der bedeutendsten Gestalten der Weltgeschichte einen Bogen gemacht hast? Schon die Bootsfahrt vom Kapstädter Hafen aus ist ein Erlebnis: Einen besseren Blick auf die Mother City gibt es nicht.

Die afrikanische Freiheitscharta schrieb Nelson Mandela während seiner Haftzeit an die Wand einer Zelle im Justizpalast. Der Raum steht heute unter Denkmalschutz.
Die afrikanische Freiheitscharta schrieb Nelson Mandela während seiner Haftzeit an die Wand einer Zelle im Justizpalast. Der Raum steht heute unter Denkmalschutz. Foto: Susanne Iden

3. In den Botanischen Garten von Kirstenbosch

Nach derart bedeutsamer Kost ist vielleicht etwas Leichteres angesagt – vor allem, wenn du zu einer Zeit in Kapstadt bist, in der im wunderschönen Botanischen Garten von Kirstenbosch Open-Air-Konzerte stattfinden.

Das ist im Sommer, zwischen November und März, der Fall: Ein Fest für sämtliche Sinnesorgane – von Ohren über Augen und Nase bis zum Gaumen (falls du dir eine Flasche Sauvignon blanc eingepackt hast).

Auch ohne Musik ist Kirstenbosch einen Besuch wert – umgekehrt kannst du am Kap auch außerhalb des Botanischen Gartens Musik genießen. Das berühmteste Event ist das Cape Town International Jazz Festival, das gewöhnlich im März veranstaltet wird. Doch auch die Gigs im „Jazz in the Native Yards“ in der Township Gugulethu gehören dazu.

Ist das noch Südafrika? Ja! Das ist der Botanische Garten Kirstenbosch.
Ist das noch Südafrika? Ja! Das ist der Botanische Garten Kirstenbosch. Foto: imago images / blickwinkel

4. Guten Wein trinken

Ein „Must“ ist auch der Besuch in der „afrikanischen Toskana“ – dem eine Autostunde außerhalb Kapstadts gelegenen Weinland. Inzwischen kannst du dich dort sogar auf von Deutschen betriebene Weingüter konzentrieren, etwa auf Alexandra Schörghubers außerhalb von Stellenbosch gelegenes Gut „Blaauwklippen“, wo es sonntags Live-Musik, Wiener Schnitzel und Holzbänke unter Bäumen gibt.

Dagegen ist Lars Maacks „Buitenverwachting“ täglich außer sonntags geöffnet: An dem grandiosen Ausflugsort vor den Toren Kapstadts kommt keine Gaumenfreude zu kurz. „Dornier“, das Gut des gleichnamigen Münchner Flugzeugbauer-Enkels, besticht mit seinen atemberaubenden viktorianischen und modernen Gebäuden – sowie mit einem exzellenten Lunch.

Selbst Franz Beckenbauer ist im Weinland vertreten: Sein Gut Lammershoek liegt allerdings etwas entfernt im Swartland; und dass du dort „Schau-mer-mal“ live zu Gesicht bekommst, ist äußerst unwahrscheinlich.

Der Tafelberg – noch besser wird der Ausblick nur mit einem Glas Wein.
Der Tafelberg – noch besser wird der Ausblick nur mit einem Glas Wein. Foto: imago/Westend61

5. Ins Mocaa gehen

Seit September 2017 verfügt Kapstadt auch über einen Tempel der Kunst, der zu den kühnsten Ausstellungsorten dieser Welt gehört: das Museum für zeitgenössische afrikanische Kunst, kurz Mocaa genannt.

Ein am Hafen leer stehendes Getreidesilo aus Beton-Röhren wurde von dem britische Architekt Thomas Heatherwick zu einem wahren Raumwunder ausgehöhlt: Allein schon seiner Architektur wegen gehört das Mocaa inzwischen zum Pflichtprogramm. Mal ganz zu schweigen von den Ausstellungsstücken, die zum Großteil aus der Africana-Sammlung des einstigen Puma-Chefs Jochen Zeitz stammen.

Darunter William Kentridges schaurig-schöne Installation „More Sweetly Play the Dance“ und das bissige Abendmahlbild des Simbabwers Kudzanai Chiurai.

Ein Museumsbesuch ist in Kapstadt ein Muss, auf ins Mocaa.
Ein Museumsbesuch ist in Kapstadt ein Muss, auf ins Mocaa. Foto: Johannes Dieterich

6: Den Oranjezicht-City-Farm-Markt besuchen

Eigentlich müsste jetzt noch von den kaptypischen Sportarten – vom Surfen, Hanggleiten und Nach-Haien-Tauchen – die Rede sein; sowie vom Besuch der schwarzen Townships Gugulethu oder Khayelitsha, der als „Realitäts-Check“ zu jedem Kapstadt-Aufenthalt gehört.

Dann wäre aber kein Platz mehr für den Oranjezicht-City-Farm-Markt, der an jedem Wochenende am Atlantik neben dem Green-Point-Stadion stattfindet: der beliebte Hang-out der Savoir-vivre-Population Kapstadts, in dem auch Touristen willkommen sind. Du wirst die frisch gepressten Fruchtsäfte, das Kokosmilchgetränk, die Bagels und Samosas auf keinen Fall bereuen.

Der Oranjezicht-City-Farm-Markt findet an jedem Wochenende am Atlantik neben dem Green-Point-Stadion statt.
Der Oranjezicht-City-Farm-Markt findet an jedem Wochenende am Atlantik neben dem Green-Point-Stadion statt. Foto: Johannes Dieterich

7. Zum Cape Point fahren

Schließlich kann ein Kap-Besuch auch nicht ohne einen Besuch des Kaps zu Ende gehen: Selbst wenn jeder längst weiß, dass es sich beim Cape Point weder um den südlichsten Zipfel des Kontinents noch um das geografische Kap handelt.

Das dramatische Felsmassiv gibt jedoch eine umwerfende Kulisse für den imaginären Zusammenstoß zweier Ozeane (dem Indischen und dem Atlantischen) ab: Wer wollte einem diese prickelnde Vorstellung verderben?

Pass aber auf dem Parkplatz am Ende der Welt auf die herumstreunenden Paviane auf: Die klauen nämlich am liebsten aus Touristenfahrzeugen.

Übrigens kannst du Cape Point auch von Kapstadt aus mit dem Fahrrad anstrampeln: Die knapp 110 Kilometer lange Strecke legen beim Cape-Argus-Rennen jährlich Zigtausende von Radlern zurück. Selbst wenn du ins Schwitzen kommen solltest: Du wirst dafür mit der schönsten Radstrecke dieser Welt belohnt.

Ab zum (vermeintlich) südlichsten Zipfel Afrikas!
Ab zum (vermeintlich) südlichsten Zipfel Afrikas! Foto: imago images/Westend61

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