Frustrierte Touristen am Louvre: Tausende Menschen wurden am Montag vor der gläsernen Pyramide des weltberühmten Museums in Paris stehen gelassen. Die „Mona Lisa“ sollte an diesem Tag keiner von ihnen zu Gesicht zu bekommen, denn der Louvre machte einfach dicht. 

Louvre für zwei Tage geschlossen – weil zu viele Touristen kommen

Stundenlanges Warten – für die Katz. Das Museum twitterte am Montagmittag, dass wegen der steigenden Besucherzahlen die Mitarbeiter an der Rezeption und bei der Security streiken. Der Louvre war den gesamten restlichen Montag dicht. 150 Angestellte sollen ihre Arbeit niedergelegt haben.

Das sorgte bei den Urlaubern für Ärger: „Wir haben hier den ganzen Montagmorgen von 8.30 Uhr bis 11.30 Uhr angestanden. Niemand hat uns gesagt, was los ist“, wetterte Roham Mekala aus den USA in der französischen „The Local“. Auch andere Besucher machte die schlechte Kommunikation wütend.

Ihm habe die Schließung den gesamten Paris-Trip ruiniert: „Wir haben einen Zwei-Tages-Pass für 48 Euro gekauft, um nicht länger anstehen zu müssen. Wenn wir ihn heute nicht nutzen können, dann ist unser Geld futsch, weil wir heute Nacht zurückfliegen.“ Nur ein kleiner Trost: Alle Tickets sollen vom Museum erstattet werden.

Mitarbeiter im Louvre streiken nicht das erste Mal 

Und auch am Dienstag blieb das Museum mit all seinen Kunstschätzen für die Öffentlichkeit geschlossen. Verbitterung auf beiden Seiten: Die Museumsleitung kündigte ein Krisentreffen mit den streikenden Mitarbeitern für Mittwochmorgen an, weshalb der Louvre nicht wie gewöhnlich um 9 Uhr morgens öffnete.

Eine wartende Paris-Urlauberin twitterte ein Foto mit der Forderung „Öffnet die Türen“.

Nach Angaben des Museums kamen 2018 mehr als 10,2 Millionen Menschen – viel zu viele, meinen die Mitarbeiter. „Der Louvre erstickt“, begründete die Gewerkschaft Sud Culture Solidaires den Streik. Es gebe eine „Verschlechterung der Bedingungen für Besucher und Mitarbeiter“. Schon im Jahr 2013 protestierten die Mitarbeiter wegen dieser Entwicklung.

Immer mehr Touristen, weniger Personal: So soll die Zahl der Besucher seit 2009 um 20 Prozent gestiegen sein. Doch diese strömen weiterhin in Massen zu der Glaspyramide, unter der sich ungefähr 380.000 Werke aus der griechischen und römischen Antike sowie der italienischen Renaissancemalerei befinden. Das Highlight für viele: Leonardo da Vincis „Mona Lisa“.

Das Museum empfiehlt, für die kommenden Tage die Tickets bereits online zu reservieren.