Donau-Unglück: Kreuzfahrtschiff-Kapitän nach Crash festgenommen

Donau-Unglück: Kreuzfahrtschiff-Kapitän festgenommen

Bei dem verheerenden Schiffs-Crash in Budapest sind mindestens sieben Menschen gestorben. Auch die noch vermissten 21 Personen leben vermutlich nicht mehr. Der Kreuzfahrtschiff-Kapitän wurde festgenommen.

Die Suche nach den 21 Vermissten geht nach dem Donau-Unglück weiter. Auch das Wrack ist noch nicht geborgen.
Die Suche nach den 21 Vermissten geht nach dem Donau-Unglück weiter. Auch das Wrack ist noch nicht geborgen.

Foto: imago images/Xinhua

Einen Tag nach einer der schlimmsten Schifffahrtskatastrophen in der neueren Geschichte Ungarns gibt es eine Festnahme: Am späten Donnerstagabend ist der Kapitän des am Unfall beteiligten Flusskreuzfahrtschiffs verhaftet worden.

Gegen den ukrainischen Kapitän der „Viking Sigyn“ gebe es aufgrund von persönlichen und materiellen Beweisen „begründete Verdachtsmomente“, teilte die Budapester Polizei mit. 

Nach Schiffs-Crash auf Donau sind immer noch 21 Menschen vermisst

Die Suche nach den 21 Vermissten, davon 19 Touristen und zwei Crew-Mitglieder des Ausflugsbootes „Hableany“, geht weiter. Doch die Hoffnung, sie noch lebend aus den Fluten der Donau bergen zu können, gehen gegen null. 

Die „Hableany“ war am Mittwochabend gegen 21 Uhr mit dem Kreuzfahrtschiff zusammengestoßen und innerhalb weniger Sekunden gesunken. Ein Video zeigt, wie die Viking das Boot unter der Margaretenbrücke mit voller Wucht rammt. Wie genau es dazu kommen konnte, muss noch geklärt werden.

Sieben Passagiere der „Hableany“ waren unmittelbar nach dem Unglück gerettet worden. Passagiere von Schiffen, die gerade in der Nähe waren, hatten sie spontan aus dem Wasser gezogen.

Das Kreuzfahrtschiff rammt das kleine Ausflugsschiff mit voller Wucht.
Das Kreuzfahrtschiff rammte das kleine Ausflugsschiff mit voller Wucht. Foto: youtube.com/DJenei

Das gesunkene Boot ist nach wie vor nicht geborgen. Das könne auch noch Tage, wenn nicht sogar eine Woche dauern, berichtet die staatliche Nachrichtenagentur mit Verweis auf einen Experten. Speziell ausgebildete Taucher sollen zum Wrack vordringen und dessen Bergung vorbereiten. Doch der hohe Wasserstand, die starken Strömungen und die schlechten Sichtverhältnisse erschweren ihre Arbeit.

Auf dem Flusskreuzfahrtschiff „Viking Sigyn“ wurden weder Gäste noch Besatzungsmitglieder verletzt. 

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