Am Abreisetag zügig alle Sachen zusammenpacken, noch mal den Blick durchs Zimmer schweifen lassen… und am ungemachten Bett hängen bleiben. Die Laken sind zerknittert, die Decken und Kissen liegen zerknautscht auf dem vorher so mühevoll hergerichteten Bett.

Ob routinierter Handgriff, das schlechte Gewissen oder auch einfach nur Wohlwollen: Viele Hotelgäste machen vor dem Check-out ihr Bett. Damit tun sie den Reinigungskräften aber überhaupt keinen Gefallen.

Warum dein Hotelbett unordentlich bleiben sollte

So ziemlich das Gegenteil ist der Fall. Im Hotel muss es schnell gehen: Haben die einen Gäste ausgecheckt, muss das Housekeeping in kurzer Zeit die Zimmer für die nächsten wieder auf Vordermann bringen. Zeitmanagement ist da gefragt – jeder Handgriff zählt.

Dabei kann ein zu perfekt gemachtes Bett schon mal täuschen, verriet nun eine ehemalige Reinigungskraft aus Australien dem „Business Insider“: „Wenn wir denken, dass du das Bett gar nicht benutzt hast, dann wechseln wir die Bettwäsche auch nicht.“

Ein frisch bezogenes Hotelbett.
Kissen aufschütteln, die Bezüge glatt streichen und alles ordentlich zusammenlegen – das kannst du im Hotel ruhig sein lassen. Foto: unsplash.com/Nik Lanus

Klar, dafür muss dein Hotelbett schon ziemlich perfekt sein. Unabhängig davon, dass der nächste Gast – also auch potenziell du – dann in gebrauchter Bettwäsche schlafen muss, erspart es dem Housekeeping keine Arbeit.

Ob ordentlich gemacht oder nicht: Sie müssten das Bett sowieso ab- und wieder neu beziehen.

Wie machst du es also richtig?

So hilfst du mit wenigen Handgriffen den Reinigungskräften im Hotel

Ein kompakter Hotelknigge für deine nächste Reise:

  1. Keine Hotelbetten vor dem Auschecken machen.
  2. Gebrauchte Wäsche auf einen Haufen stapeln. Wenn du den Reinigungskräften wirklich entgegenkommen möchtest, dann kannst du das auch mit deinen benutzten Bettbezügen machen. Das ist aber kein Muss!
  3. Sammel deinen Abfall an einer Stelle – oder schmeiß ihn einfach in den Mülleimer.
  4. Vergiss nicht, das Bitte-nicht-stören-Schild abzuhängen, solltest du es verwendet haben.
  5. Vor dem Verlassen alle Lampen und Geräte, vor allem den Fernseher, ausschalten. So gibt es beim Housekeeping keine Verwirrung.
Und last, but not least: Was sich viele Reinigungskräfte wirklich wünschen, ist schlichtweg Respekt. „Ich weiß, es ist unangenehm, wenn wir dein Zimmer sauber machen, während du im Zimmer bist, auch für uns. Aber das ist unser Job“, erklärte eine Reinigungskraft dem „Business Insider“.