Joachim Koerper lebt seit 2004 in Portugal. Er ist Chefkoch im Restaurant „Eleven“ in Lissabon, das einen Michelin-Stern trägt.

Joachim Koerper ist Chefkoch im Restaurant Eleven in Lissabon.
Joachim Koerper ist Chefkoch im Restaurant Eleven in Lissabon. Foto: Nuno Correia/dpa

Welche Petiscos kann er empfehlen? Petiscos sind, ebenso wie Tapas, kleine Portionen. Der Unterschied ist, Tapas kommen aus Spanien – und sind Häppchen zum Wein oder Bier.

Petiscos sind kleinere Versionen normaler Gerichte – hier zu sehen ist eine Variation von gegrilltem Oktopus.
Petiscos sind kleinere Versionen normaler Gerichte – hier zu sehen ist eine Variation von gegrilltem Oktopus. Foto: Associação de Turismo do Porto/dpa

Petiscos sind kleine Versionen normaler Gerichte. Sie kommen aus Portugal. Diese Petiscos musst du unbedingt probieren:

  • Pataniscas vom Bacalhau, das sind Puffer aus Teig und Stockfisch.
  • Böhnchen mit Zwiebeln und Thunfisch, Schinken und Wurst vom Iberischen Schwein, dem Porco ibérico.
  • Kleine frittierte Fische, Jaquinzinhos genannt.
  • Typisch ist auch Farinheira, eine Räucherwurst aus Mehl, Schweinefett und Gewürzen.
  • Oktopus vom offenen Feuer, die Carabineros genannten Riesengarnelen und Sardinen vom Grill.
    Leckerer und geschmacksintensiver Snack für zwischendurch: Sardinen vom Grill.
    Leckerer und geschmacksintensiver Snack für zwischendurch: Sardinen vom Grill. Foto: Daniel Rodrigues/Associação de Turismo do Porto/dpa
  • Wer Süßes liebt, sollte Pastel de Belém probieren, ein Blätterteigtörtchen mit Pudding.
  • Natürlich gehört ein erlesener Portwein dazu – die portugiesische Weinspezialität.

Mit den Petiscos am Tag holen sich Urlauber Appetit auf ein besonderes Menü am Abend. Die besten Orte dafür hat Chefkoch Joachim Koerper parat:

  1. Die „Cervejeria Ramiro“ ist ein Fischrestaurant mit Bierbar, zentral gelegen in der Avenida Almirante Reis.
  2. Traditionell und zugleich avantgardistisch geht es in der „Tasca da Esquina“ in der Rua Domingos Sequeira zu.
  3. Seit 1974 gibt es das „Solar dos Presuntos“ in der Rua das Portas de Santo Antao, das authentische portugiesische Küche verspricht.
  4. Meist gut besucht ist die „Cervejaria o Zapata“ in der Rua do Poco dos Negros.
  5. Vier Restaurant-Konzepte sind im „Bairro do Avillez“ in der Rua Nova da Trindade vereint: Ein kleiner Lebensmittelmarkt, eine Taverne mit einfachen Speisen, ein Seafood-Restaurant und ein Restaurant mit begleitenden Kabarett-Programm.
  6. Ein kulinarisches Abenteuer erlebt man in der Markthalle in der Mercado da Ribeira an der Avenida 24 de Julho. Das historische Gebäude bietet einen Foodcourt mit mehreren hundert Plätzen.
  7. Schließlich die Gourmet-Restaurant-Tipps von Joachim Koerper: das „Eleven“, das „Epur“ in der Largo da Academia Nacional de Belas Artes, das „Feitoria“ im Altis Belem Hotel & Spa und das am Tajo gelegene „Fifty Seconds“ im Vasco-da-Gama-Turm, dem höchsten Wolkenkratzer der Stadt.