Nach Terror in Sri Lanka: Warnung entschärft, Reisen wieder möglich

Nach Terror in Sri Lanka: Reisen sind wieder möglich

Nach den Terroranschlägen in Sri Lanka wurde vor Reisen in das Land gewarnt, Veranstalter strichen ihre Angebote. Nun hat das Auswärtige Amt die Warnung entschärft. Tui nimmt Reisen ab sofort wieder auf.

Die Skyline der Hauptstadt Colombo.
Die Skyline der Hauptstadt Colombo – wann kehrt Ruhe im Land ein?

Foto: imago images/Xinhua

„Vor nicht notwendigen Reisen nach Sri Lanka wird abgeraten“, so warnte das Auswärtige Amt nach den Terroranschlägen am Ostersonntag eindringlich.

Diese Warnung entschärfte die Behörde am Montag und bittet Reisende noch um „erhöhte Vorsicht“ im Land. Darauf reagieren nun auch große Reiseveranstalter Deutschlands, die vorsorglich Reisen bis in den Sommer abgesagt hatten.

Tui bietet wieder Reisen nach Sri Lanka an

Tui teilt dem reisereporter mit: „Nach Rücksprache mit den Kollegen vor Ort werden wir ab sofort unser touristisches Programm in Sri Lanka wieder aufnehmen. Auch Ausflüge finden ab sofort wieder statt.“

Was ist mit bereits abgesagten Reisen? „Sollten Gäste eine bereits abgesagte Sri-Lanka-Reise nun doch wieder antreten wollen, können sie sich an Ihre jeweilige Buchungsstelle wenden“, so eine Sprecherin.

Sri-Lanka-Reisen mit DER und Thomas Cook wieder ab dem 1. Juli 

DER-Touristik will ab dem 1. Juli wieder einsteigen, dass bestätigte der Reiseveranstalter auf reisereporter-Anfrage. „Vor dem Hintergrund der Modifizierung der Reise- und Sicherheitshinweise“ sollen dann wieder Reisen nach Sri Lanka angeboten werden. Für Reisen bis zum 30. Juni wurden Gäste darum gebeten, umzubuchen oder zu stornieren. Andernfalls würde DER die Reisen selbstständig kündigen.

Für Kunden von Thomas Cook galt bisher die gleiche Regelung: „Aufgrund des bisherigen Reise- und Sicherheitshinweises des Auswärtigen Amtes haben wir allen Gästen mit Anreisedatum bis einschließlich 30. Juni 2019 die Möglichkeit einer kostenfreien Umbuchung oder Stornierung angeboten. Im Juni haben wir daher keine anreisenden Gäste nach Sri Lanka.“ Allerdings könnte sich das zum 1. Juli ändern. Auch Thomas Cook wird dann wieder offiziell Reisen nach Sri Lanka anbieten.

Keine Änderung für bereits abgesagte Reisen nach Sri Lanka

Obwohl das Auswärtige Amt die Lage im Land als offenbar weniger riskant einstuft, ziehen die Reiseveranstalter DER und Thomas Cook die Absagen für bereits gebuchte Urlaube nicht zurück.

Also: Solltest du vor dem 1. Juli eine Reise über einen der genannten Reiseveranstalter gebucht haben, wird es trotzdem nicht nach Sri Lanka gehen.

Studiosus in München hatte vorsorglich alle Reisen mit Abreise bis zum 15. August abgesagt. „Die nächsten Reisen beginnen nun ab dem 19. August“, gab der Veranstalter bekannt.

Derzeit gehen Studiosus-Verantwortliche davon aus, dass diese Reisen wie geplant durchgeführt werden können, aber sie „verfolgen die weitere Entwicklung der Sicherheitslage jedoch sehr aufmerksam und passen die Reiseverläufe bei Bedarf auch kurzfristig an die örtliche Lage an“.

Sri-Lanka-Gäste mit Abreise ab dem 19. August würden über ein Rundschreiben informiert. Mit diesem Datum erlischt dann auch die bisher geltende Regelung für kostenlose Umbuchungen und Stornierungen.

Etwas anders regelt das FTI: „Reisen nach Sri Lanka waren bei der FTI Group stets buchbar. Wir haben uns bei dieser Entscheidung an den Hinweisen des Auswärtigen Amts orientiert und die Wahl bezüglich Neubuchungen unseren Kunden überlassen“, heißt es auf Nachfrage. 

Trotzdem lässt der Reiseveranstalter bis zum 30. Juni 2019 kostenlose Umbuchungen zu – allerdings vorzugsweise innerhalb des Streckennetzes der jeweiligen Airline.

Lage in Sri Lanka auch für Touristen weiterhin angespannt

Mehr als einen Monat ist seit der Terrorwelle in Sri Lanka am 21. April vergangen. Die Anschläge, unter anderem auf Hotels und Kirchen, in der Hauptstadt Colombo, in Negombo und in Batticaloa rissen mehr als 250 Menschen aus dem Leben.

Schwer bewaffente Soldaten in der Stadt Minuwangoda in Sri Lanka.
Landesweit herrschen noch immer strenge Kontrollen. Foto: imago images / ZUMA Press

Wie sicher eine Reise in das vor allem bei Backpackern beliebte Land ist, ist fraglich. Denn noch immer gilt dort der Ausnahmezustand, landesweit wurde die Präsenz der Sicherheitskräfte verschärft. Touristen sollten weiterhin öffentliche Plätze meiden. Es bestehe noch immer die Gefahr weiterer Terroranschläge, informiert das Auswärtige Amt.

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