Feel-good-Reise: Das sind die Städte mit dem größten Wohlfühl-Faktor

Das sind die Städte mit dem größten Wohlfühl-Faktor

Wohlfühlen im Urlaub – das ist das Ziel eines jeden Reisenden. Wo das besonders gut geht, hat die Initiative „New Cities“ ermittelt, die jährlich einen Award an Städte mit hohem Wohlfühlfaktor vergibt.

Piazza Del Duomo in Mailand
Kann mit innovativen Projekten glänzen: das italienische Mailand.

Foto: imago/Peter Widmann

Die Organisation „New Cities“ zeichnet jedes Jahr diejenigen Städte aus, in denen das Wohlergehen am größten ist – zum einen insgesamt, zum anderen in verschiedenen Kategorien. Diese Städte dürfen auf deiner Bucket-List nicht fehlen: 

Wellbeing City Award 2019: Mailand

Der Gesamtsieger 2019 ist die italienische Mode-Hauptstadt Mailand. Nicht wegen der Mode, sondern wegen eines innovativen Crowdfunding-Projektes. Durch die Initiative Civic Crowdfunding werden innovative Projekte von öffentlichem Interesse gefördert, viele haben Auswirkungen auf eine bessere Sozialstruktur.

Dazu gehören etwa die Aufwertung verlassener städtischer Räume oder die Förderung von Mobilität und Kulturangeboten. Das sorgt für einen viel höheren Wohlfühl-Faktor in der Stadt.

Ganz günstig ist ein Trip nach Mailand aber nicht, auch wenn nicht nur Shopping auf dem Programm steht: Eine Untersuchung der Deutschen Bank hat ergeben, dass Mailand in Europa im Vergleich die teuerste Stadt für einen Wochenend-Trip ist. 

Nachhaltigkeit: Lissabon

Lissabon wird grün – und punktet genau damit bei dem Programm. So werden im Zentrum etwa mehr Plätze nur für Fußgänger geschaffen oder Gebiete, in denen auf andere nachhaltige Mobilität gesetzt wird. Weg vom Auto, hin zu Fuß und Fahrrad: Wer sich viel bewegt, lebt auch gesünder. 

Die Nachhaltigkeit hat die Stadt im „Lisbon Environmental Action Plan“ festgeschrieben. Bis 2030 will die Stadt den CO2-Ausstoß um 70 Prozent reduzieren, 2050 soll die Hauptstadt Portugals klimaneutral sein. 

Wenn du nach Lissabon fährst, kannst auch du dich sogar an dem Projekt beteiligen. Ein Punkt ist etwa der sparsamere Umgang mit Wasser. Die Bevölkerung verbraucht heute schon 17 Prozent weniger Wasser als noch vor zwei Jahren. Wenn du zum Beispiel dein Handtuch im Hotel nicht nach einem Mal Duschen in die Wäsche gibst, kannst auch du der Umwelt helfen. 

Und wer vor Ort gern einen kreativen und nachhaltigen Ort besuchen will, ist in der „LX Factory“ bestens aufgehoben. In dem 2007 wiederbelebten Fabrikgelände gibt es Secondhand-Kleidungsläden, Bioläden, Cafés und kleine Concept-Stores.

Gesundheit: Kigali

Die ehemalige deutsche Kolonie Ruanda ist vor allem für ihre Berggorillas und das große Schimpansen-Vorkommen im Nyungwe-Nationalpark bekannt. In die rund anderthalb Stunden vom Urwald entfernte Hauptstadt Kigali zieht es deutlich weniger Touristen – dabei finden sich dort einige spannende Innovationen. 

Kigali hat beispielsweise einen landesweiten autofreien Tag eingeführt. Alle zwei Monate werden alle Anwohner aufgefordert, ihr Auto stehen zu lassen. Einige Hauptverkehrsstraßen werden dann gesperrt. Und dort lässt es sich dann super mit Locals ins Gespräch kommen, denn die Straßen werden genutzt zum Spazierengehen, Sportmachen, Skateboarden oder Inlineskaten.  

Der „Kigali Car Free Day“ soll also nicht nur zu einem umweltbewussteren und gesünderen Lebensstil verhelfen, sondern auch die Interaktion unter Nachbarn fördern. Dazu gibt es an diesem Tag kostenlose Vorsorgeuntersuchungen und Tests auf übertragbare Krankheiten. 

Wirtschaft und Chancen: Pune

Pune engagiert sich in Sachen Perspektiven für Jugendliche. Im Projekt „Lighthouses of Pune“ werden 15 Zentren eingerichtet, an die sich Jugendliche wenden können. Sie werden gefördert, den Einstieg auf in den Arbeitsmarkt zu schaffen und auf ebenjenem auch zu bestehen. 

Pune im Westen Indiens ist bei Urlaubern beliebt als Ort der Ruhe. Die einst wilden Zeiten sind vorbei, nun wird Meditation großgeschrieben und Touristen kommen, um sich in Achtsamkeit und Stille zu üben. 

Gemeinschaft: Santa Monica

Die Küstenstadt Santa Monica westlich von Los Angeles ist bei Promis und Touristen gleichsam beliebt: Denn hier finden sich zahlreiche Attraktionen wie der Freizeitpark Pacific Park und der Santa Monica Pier mit Aquarium und dem berühmten Riesenrad. Der Charme von Hollywood reicht bis hierhin – und ohnehin wartet Kalifornien ja nur so mit Touri-Highlights, von Yosemite- und Death Valley-Nationalpark bis Disneyland

Doch wie ist das eigentlich für die Einheimischen? Der „Wellbeing City Index“ der Stadt fragt seine Bürger, wie es in den Bereichen Gesundheit, ökonomische Möglichkeiten, Bildung und Perspektiven aussieht. Und er passt auf die Antworten die politische Agenda an – Infrastruktur ist eben nicht nur für Touristen da. 

Riesenrad am Santa Monica Pier.
Der Santa Monica Pier ist eine beliebte Einstellung in Hollywood-Filmen. Foto: imago images/Westend61

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