Ohne Plastik ins Flugzeug: Alternativen zum Zip-Beutel | reisereporter

Ohne Plastik ins Flugzeug: Alternativen zum Zip-Beutel

Plastiktüten-Verbot, Einweggeschirr-Verbot – plastikfreies Fliegen ist im Trend. Nur die lästigen Zip-Beutel für Flüssigkeiten im Handgepäck sind Pflicht. Aber es gibt umweltfreundlichere Alternativen. 

Verkauf von Handgepäck-Beuteln am Flughafen München.
Sollten alle Tipps schiefgehen, lässt sich am Flughafen immer noch ein Einweg-Beutel erwerben.

Foto: imago images/Action Pictures

Offiziell sieht die EU-Verordnung vor, dass Flüssigkeiten im Handgepäck in einem wiederverschließbaren transparenten Plastikbeutel transportiert werden. Deshalb ist es offiziell nicht erlaubt, auf eine Alternative zu Plastik umzusteigen – obwohl einige Länder die Einreise mit Plastikbeuteln verbieten.

Allerdings gibt es zum einen ein paar nachhaltigere Plastik-Beutel, zum anderen aber auch andere Gefäße. Wichtig ist jedoch: Verlangt ein Flughafen-Mitarbeiter dann doch, dass du deine Kosmetika in einen Einweg-Plastikbeutel packst, musst du dem Folge leisten, sonst kann dir der Zutritt zum Flugzeug verwehrt werden.

Das Restrisiko kannst du auf dich nehmen? Dann kommen hier unsere Alternativen:

1. Transparenter Kulturbeutel

Zugegeben, ein transparenter Kulturbeutel besteht auch aus Plastik. Allerdings kann er jahrelang verwendet werden – im Gegensatz zu den Gefrierbeuteln oder anderen dünnen Einmal-Zip-Beuteln. Und hier ist die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass es vom Personal am Flughafen keine Beanstandungen gibt. 

Achte beim Kauf unbedingt darauf, dass das Fassungsvermögen bei einem Liter liegt. Das ist die maximale Füllmenge, die du mitnehmen darfst. Einige Anbieter verkaufen auch größere Beutel und suggerieren, dass man sie im Handgepäck mitnehmen darf. Dann bist du allerdings auf die Nettigkeit des Flughafenpersonals angewiesen. 

2. Silikonbeutel

Eine Alternative zum Plastikbeutel ist eine Aufbewahrungstasche aus durchsichtigem Silikon. Silikon ist zwar auch schwer abbaubar, aber besser für Mensch und Umwelt als reines Plastik. Die Beutel gibt es meistens im Set von etwa vier bis fünf Stück und sie sind mit 15 bis 25 Euro nicht ganz billig. Sie lassen sich auch gut dafür benutzen, Lebensmittel aufzubewahren. 

Bei Silikon-Taschen solltest du auf die Transparenz achten. Viele Beutel sind bunt, zwar auch durchsichtig, aber nicht klar durchsichtig.

Um bei Flugreisen auf Nummer sicher zu gehen, empfiehlt sich eine farblose Variante. Vermeiden solltest du auf jeden Fall bunte Aufdrucke wie Gesichter oder Figuren. 

3. Baumwoll- oder Nylon-Taschen

Transparente Baumwoll-Beutel gibt es einige auf dem Markt. Allerdings eignen sich die wenigsten fürs Flugzeug. Viele Baumwoll-Beutel sind zum einen nicht komplett transparent, zum anderen haben sie meist keinen Reißverschluss, sondern nur ein Zugband.

Es gibt allerdings vor allem aus dem Bereich Bürobedarf (aber auch Aquariumsfilter) Baumwoll- oder Nylon-Beutel mit Reißverschluss. Sie sind meistens nicht komplett transparent, eher eine Art dünnmaschiges Netz. Der Vorteil an den Beuteln: Sie sind mit zwei bis drei Euro pro Stück recht günstig. 

4. Festes Shampoo, feste Seife

Zwar nutzen viele Umweltbewusste schon heute Aluminiumfläschchen oder wiederwendbarte Flaschen, um ihre Shampoos, Duschgels und Co. an Bord in 100-Milliliter-Gefäßen mitzunehmen, dennoch gibt es auch eine einfachere Variante – und die spart auch noch Platz. 

Der Trend geht zu festen Kosmetik-Produkten wie fester Seife, festem Shampoo, fester Creme – auch Shampoo Bars genannt. In Städten gibt es schon heute Drogerien, in denen diese Produkte verkauft werden. Und wer noch etwas Zeit übrig hat, kann die Produkte auch einfach selbst machen.

Der Vorteil: Shampoo Bars zählen nicht als Flüssigkeit. Du brauchst also keinen Zip-Beutel mehr.

5. Frischhaltedosen

Verschließbar sind Frischhaltedosen – und durchsichtig kann man sie auch kaufen. Frischhaltedosen eignen sich nicht nur, um Brote oder andere Lebensmittel darin aufzubewahren. Wenn sie einen Liter Fassungsvermögen haben, lässt es sich durchaus probieren, darin seine Flüssigkeiten für den Flug aufzubewahren. 

6. Glasbehälter

Generell ist es erlaubt, Glasflaschen und -behälter im Handgepäck mitzunehmen. Allerdings gibt es einzelne Airlines, die es in ihren eigenen Beförderungsrichtlinien verbieten. Daher solltest du vorher nachschauen, wie es sich bei deiner Fluglinie verhält. 

Glasbehälter bieten sich vor allem an, wenn du nur eine oder wenige Flüssigkeiten transportierst, etwa einen Lippenbalsam und eine Handcreme.

Aber auch hier wieder der Hinweis: Du könntest Probleme bekommen, weil sie nicht mit einem Zip- oder Reißverschluss geschlossen werden können. 

7. Flüssigkeiten ins Aufgabegepäck

Am einfachsten umgehst du die Handgepäcks-Flüssigkeiten-Regelung, wenn du deine Flüssigkeiten komplett im Aufgabegepäck verstaust. Für ein paar Stunden sollte es ja durchaus möglich sein, auf Handcreme und Co. zu verzichten. 

  

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