Auf der beliebten Urlaubsinsel Bali brodelt es wieder. Der aktive Vulkan Mount Agung (auch bekannt als Gunung Agung) ist am Freitagabend gegen 19.30 Uhr ausgebrochen. Dabei spuckte der Vulkan so stark Asche in die Luft, dass der Flugverkehr beeinträchtigt wurde.

Neun Flüge wurden gestrichen, vier wurden umgeleitet. Das berichtet „The Guardian“.

Video: Mount Agung auf Bali ausgebrochen

Den Moment, als aus dem Mount Agung glühende Lava schoss, hielten viele Menschen in Videos fest. Diese soll sich drei Kilometer vom Krater entfernt ausgebreitet haben. Die nationale Katastrophenschutzbehörde gab bekannt, dass der Ausbruch vier Minuten und 30 Sekunden gedauert habe.

In neun umliegenden Dörfern regnete es dichte Asche. Trotzdem wurde die Alarmstufe für den Vulkan nicht erhöht, die Sperrzone befindet sich weiterhin in einem Umkreis von vier Kilometern um den Krater. Auch das Auswärtige Amt hat aktuell keine Warnhinweise wegen des Vulkanausbruchs für Indonesien ausgegeben.

Flüge nach und von Bali wegen des Vulkanausbruchs gestrichen

Offenbar hat sich der Vulkan wieder beruhigt, nach Informationen der australischen „ABC“ sollen Flüge vom internationalen Flughafen Ngurah Rai (Denpasar) mittlerweile wieder planmäßig stattfinden. Zuvor starteten Maschinen von Jetstar und Virgin in Richtung Sydney mit Verspätung.

Damit ist die Lage bislang für Einheimische und Reisende deutlich entspannter, als im Juni 2018, als Tausende Touristen auf der Insel festsaßen. Über Verletzte gibt es derzeit keine Angaben. Bei Ausbrüchen in den Jahren 1963 und 1964 kamen etwa 1.200 Menschen ums Leben.