Das Great Barrier Reef steht zweifellos bei den meisten Australien-Urlaubern auf der Bucket-List. Dieses kann zum Beispiel aus der Luft bei einem Helikopterflug oder bei einem Tauchgang besichtigt werden. Und neuerdings auch mit dem Taxi.

Kein Scherz: Die private Fahrerplattform Uber und die Tourismusbehörde Queensland lassen Touristen mit einem Mini-U-Boot in die Unterwasserwelt abtauchen.

Steig ins Taxi ein und tauche mit Uber durch das Great Barrier Reef

Der „ScUber“, ein Wortspiel aus Uber und Scuba (ein geläufiger Begriff beim Gerätetauchen), soll eine Weltneuheit sein. Noch nie habe es so etwas gegeben, erklärte die Tourismusbehörde. Diese Taxifahrt der besonderen Art werden allerdings nur wenige Uber-Nutzer erfahren dürfen.

Nur in sechs ausgewählten Städten im Staat Queensland können Nutzer mit Uber eine Fahrt mit dem „ScUber“ buchen. Darunter ist auch die beliebte Metropole Cairns, die als Tor zum Great Barrier Reef gilt.

So funktioniert’s: Zwischen dem 27. Mai und dem 18. Juni um 7.30 Uhr morgens „Great Barrier Reef“ in der App als Ziel eingeben, auf einen möglichen Rückruf von Uber warten und gegebenfalls ab 9 Uhr abfahrbereit sein.

Allerdings gibt es nur eine begrenzte Anzahl an Fahrten – 20 insgesamt in den vier Wochen. Wer Glück hat, kann dann mit einer Begleitperson im U-Boot Platz nehmen und eine Stunde lang die Korallen und Fischschwärme im Riff beobachten. Zurück geht’s mit dem Helikopter.

Fahrt mit dem „ScUber“ kostet mehrere Tausend Dollar

Und es braucht nicht nur Glück, sondern auch Geld: 3.000 australische Dollar. Die Einnahmen sollen in diverse Umweltschutzprogramme zur Erhaltung des Riffs fließen, davon abgesehen kündigte Uber bereits jetzt eine Spende in Höhe von 100.000 Dollar an.

Mit dieser Aktion bezweckt Queensland auch, dass wieder mehr Menschen zum Great Barrier Reef kommen und über alternative Transportmittel nachdenken. Berichte über das fortlaufende Korallensterben sollen demnach Touristen abgeschreckt haben. Im April 2018 hieß es, dass bereits 30 Prozent des Riffs zerstört seien.

An einigen Stellen soll sich der Korallenbestand wieder langsam erholen, dennoch stellt der Klimawandel noch immer die größte Bedrohung für das einzigartige Ökosystem dar.