Mount Everest völlig überfüllt: Todesserie geht weiter

Mount Everest völlig überfüllt: Todesserie geht weiter

Der Mount Everest ist völlig überfüllt: Weil das Wetter so gut ist, stehen Bergsteiger Schlange, um auf den Gipfel zu gelangen. Genau das könnte mehreren Menschen in dieser Woche das Leben gekostet haben.

Lange Schlangen am Mount Everest – Hunderte Bergsteiger wollen auf den Gipfel.
Lange Schlangen am Mount Everest – Hunderte Bergsteiger wollen auf den Gipfel.

Foto: imago images/Westend61

Die Meldungen über Todesfälle am Mount Everest häufen sich – innerhalb von nur vier Tagen sind sechs Bergsteiger und ein Bergführer dort ums Leben gekommen. Das gute Wetter zieht derzeit so viele Kletterer in die Höhen des Gipfels, dass es zu stundenlangen Wartezeiten kommt. Und genau das könnte das Todesurteil gewesen sein. 

Die Zahl der Toten jenseits der 8.000-Meter-Grenze beläuft sich in der laufenden Saison auf 20, allein am Mount Everest sind es aktuell 10. Das meldet die „Himalayan Times“.

Mehrere Menschen sterben auf dem Weg zum Mount Everest

Und die Todesserie reißt nicht ab: Nachdem am Freitag ein irischer Kletterer und ein nepalesischer Bergführer am Mount Everest starben, wurde am Samstagmorgen ein weiterer Todesfall bekannt. Einem 44-jährigen Briten ging es nach seiner Besteigung, auf einer Höhe von 8.600 Metern, schlagartig schlecht. Jede Hilfe kam zu spät. 

Unter den zuvor bekannt gewordenen Opfern von Donnerstagmorgen sind ein 65-jähriger Österreicher und ein 25-jähriger Inder.

Gutes Wetter sorgt für Stau am Mount Everest

Mehr als 200 Menschen sollen am Mittwoch auf den schmalen Wegen versucht haben, den höchsten Berg der Welt zu bezwingen. Eine indische Bergsteigerin schaffte dies zwar, soll aber derart lange vor und nach ihrer Besteigung zum Mount Everest gewartet haben, dass sie bei ihrer Umkehr am Mittwoch zu sehr geschwächt war.

„Sie konnte sich nicht mehr bewegen und starb, als die Sherpa sie hinunterbrachten“, sagte ein Tourguide dem „Mumbai Mirror“.

Noch am gleichen Tag gab es einen weiteren Todesfall, ein 54-jähriger Amerikaner fiel wegen der Höhenkrankheit in Ohnmacht und starb kurz darauf.

Seine Tochter Danielle veröffentlichte einen Nachruf: „Mein Herz ist schwer, aber auch ein innerlicher Frieden erfüllt mich“, denn ihr Vater erfüllte sich mit der Besteigung des Mount Everests seinen Lebenstraum, die sogenannten Seven Summits, also die höchsten Berge der Welt, zu erklimmen.

Rekordzahlen auf dem Mount Everest belasten Umwelt

Die nepalesische Tourismusbehörde verzeichnet bereits jetzt Rekordzahlen. Nach derzeitigem Stand sollen 381 Touristen in der Frühlingssaison 2019 auf den Mount Everest gestiegen sein – so viele wie seit 1953 nicht mehr. Dazu kommen auch noch 500 Sherpas, die die Kletterer auf der Tour begleiteten.

Das Gebiet Mount Everest besuchen auch gewöhnliche Touristen, um wenigstens einen Blick auf das imposante Gebirge im Himalaya zu erhaschen.

Allerdings hinterlassen diese auch Unmengen an Müll. Bei einer Säuberungsaktion wurden 300 Tonnen Abfall eingesammelt, was dazu führte, dass normale Besucher seit Februar 2019 nicht mehr zum Base-Camp in Tibet dürfen. 

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