Influencerin will Gratis-Essen – Restaurant-Besitzer ist sauer

Restaurant-Chef sauer auf schnorrende Influencerin

Eine Influencerin aus Los Angeles wollte sich auf ihrer Europa-Reise durchschnorren. Für Gratis-Essen bot sie sogar eine Social-Media-Beratung an. Der Restaurantbesitzer ist allerdings wenig erfreut. 

Szene aus einem Restaurant.
Werbung gegen kostenloses Essen, doch die Influencerin blitzte damit ab. (Symbolbild)

Foto: imago images/Westend61

Mit dieser Antwort hat die Influencerin wohl nicht gerechnet: Carolina aus Los Angeles plant gerade ihren Trip nach London und möchte umsonst essen. Im Gegenzug verspricht sie Content auf ihrem 75.000-Follower-Account bei Instagram und bietet sogar an, sich mit dem Besitzer zusammenzusetzen, um über seine Social-Media-Strategie zu sprechen.

Die E-Mail richtet sie an das Londoner Lokal „Mangal 2“, doch dessen Besitzer Ferhat Dirik reagierte wenig erfreut. Er machte die Schnorr-Anfrage auf Twitter öffentlich. Unter dem Titel „I hate Instagram“ dokumentiert er auch die Antwort, die er an Carolina schrieb: „Ich habe eine bessere Idee. Du kommst vorbei, isst und bezahlst.“ 

Tausch von Dienstleistungen oder Bettelei?

Er bietet ihr zudem an, sich zu ihr zu setzen, um mit ihr über die Stategie zu sprechen, wie man auf bescheidene Art kleine Unternehmen kontaktiert, um nicht nur kostenlos etwas abzugreifen. „Die einzigen Personen, die bei mir etwas kostenlos bekommen, sind Obdachlose“, beendet Dirik seine Mail. 

Der Zeitung „Ekstrabladet“ erzählte der Inhaber, dass er eine weitere Antwort bekam: Er habe die Bloggerin missverstanden. Sie schreibe, sie wolle nichts gratis, sondern einen Tausch von Dienstleistungen. Das „Mangal 2“ sei ihr empfohlen worden, da sie aber kaum Infos im Netz fand, habe sie das Angebot machen wollen, dessen Reichweite zu steigern. 

„Meine Hilfe kostet natürlich etwas, aber ich kann verstehen, dass du mit dieser neuen Form der Technologie noch nicht so vertraut bist“, habe Carolina demnach geschrieben – und Dirik für sein Engagement in Bezug auf Obdachlose gelobt. „Es sollte mehr Menschen wie dich geben.“ 

Restaurantbesitzer hat selbst 73.000 Follower

Ferhat Dirik hingegen ist alles andere als unvertraut mit sozialen Medien. Das Twitter-Profil des Restaurants war in London eines der größten und wurde vom Magazin „London Eater“ 2018 zu einem der lustigsten gewählt. Dirik hat dort mit 73.000 Followern nur wenig weniger als die Influencerin auf Instagram. 

Auf Instagram hat Carolina inzwischen mehr oder weniger geantwortet. Sie richtet dort unter anderem Worte an „die Macher“ und diejenigen, „die alte Ideen auf den Kopf stellen“: „Es gibt keine Dinge wie kostenlosen Lunch. Es ist kein Betteln, wenn du einen ehrlichen Handel anbietest.“ 

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