Am liebsten wäre er wieder ausgestiegen: Das sagte Passagier Darren B. aus Australien, nachdem er sich von einer Flugbegleiterin angegriffen fühlte. Der Grund: Er sei wegen seines Gewichts diskriminiert worden.

Mit diesem Vorwurf konfrontiert der Australier nun öffentlich die Airline in einem Fernsehinterview mit „Today on Nine“. 

Mann bucht bei Qantas Sitz mit Beinfreiheit – und wird weggesetzt

Darren buchte bei Qantas einen Flug von Melbourne nach Brisbane mit extraviel Beinfreiheit. Zugeteilt wurde ihm dementsprechend ein Sitz am Notausgang, der mehr Platz als die üblichen bietet. Den Flug verbrachte er allerdings nicht dort, denn eine Flugbegleiterin soll ihn dazu aufgefordert haben, sich umzusetzen.

Dabei soll sie sich auf die Beförderungsbestimmungen der Airline berufen haben. Diese verbieten es, am Notausgang zu sitzen, wenn der Passagier nicht in der Lage dazu ist, im Notfall zu helfen – oder einen erweiterten Gurt benötigt. Ob er genau diesen wegen seiner Statur gebraucht hätte, erwähnte Darren nicht. „Ich hätte sehr wohl in einem Notfall helfen können“, verteidigte er sich.

Stewardess soll Passagier wegen seines Gewichts diskriminiert haben

Seiner Erzählung zufolge soll allerdings sein Gewicht der Grund dafür gewesen sein, dass die Stewardess ihm den Sitz verwehrte. Sie soll sich angeblich umgedreht und zu ihm gesagt haben: „Nächstes Mal können Sie für einen zweiten Sitz zum halben Preis zahlen“, was Darren als „herablassend“ empfand und entgegnete, dass er super in den Sitz passe und keinen zweiten bräuchte. 

Doch das nützte nichts. Qantas verteidigte die Aufforderung der Flugbegleiterin und bezieht sich dabei auf die Regeln der australischen Luftfahrtbehörde Civil Aviation Safety Authority (CAVA): „Wenn die Passagiere diese Kriterien nicht erfüllen können, werden Fluggesellschaften, einschließlich Qantas, die Passagiere auffordern, den Sitzplatz zu wechseln“, heißt es im Statement gegenüber der „Daily Mail“.

Allerdings wolle sich die Airline noch einmal bei Darren melden.