Dass ein kleines Stück Butter an Bord der Carnival-Kreuzfahrtschiffe für so viel Aufregung sorgen würde, damit hatte die Reederei offensichtlich schon gerechnet und schickte deshalb Markenbotschafter John Heald vor, den Passagieren folgende Neuigkeit zu verkünden: 

Auf den Schiffen von Carnival Cruises wird es die in Alupapier verpackten Butterstücke nicht mehr geben. 

Carnival Cruises verbannt Butterpäckchen in Alupapier

„Lasst uns über Butter sprechen“, damit beginnt Johns Facebook-Post über das Butter-Gate. Denn „einige, na ja, eigentlich viele von euch haben bereits gefragt, warum die kleinen Butterpakete nicht mehr angeboten werden“, führt er fort.

Anstelle der portionierten Butter entdeckten die Kreuzfahrt-Passagiere folgendes am Buffet:

Die Butter wird bei Carnival Cruises nun in Bottichen und Messern serviert.
Selbstbedienung: Die Touristen sollen sich fortan die Butter mit einem Messer selbst portionieren. Foto: facebook.com/John Heald

Ein Messer in den Bottich tunken und sich die Butter selbst auf den Teller packen? Diesen Gedanken finden einige Reisende nicht gut und beschweren sich bei Facebook: „Das ist eine wirklich eklige Idee“ heißt es da in Bezug auf die Hygiene, oder: „Leute sind Schwachköpfe. Die Leute waschen sich nach Benutzung der Toilette nicht die Hände. Kinder popeln in der Nase. Und sie werden alle ihre schmutzigen Hände an der Butter haben.“

Andere befürchten nicht nur die Verunreinigung mit Klo-Keimen, sie machten die Reederei auch auf ein erhöhtes Risiko für Allergiker aufmerksam. Markenbotschafter John Heald hält jedoch trotzdem an den gestrichenen Butterpaketen fest.

Carnival Cruises will mit unverpackter Butter nachhaltiger werden

Die Reederei könne zwar verstehen, dass die jetzige Lösung nicht gerade „ansprechend“ sei, eine „bessere Lösung ist auf dem Weg“.

Aber die Reederei bemühe sich, Abfälle zu reduzieren und schwer oder gar nicht recyclebare Artikel zu vermeiden. Deshalb werden die in Alupapier verpackten Päckchen auf keinen Fall wieder in der Auslage vom Buffet landen.

Carnival Cruises steht nicht allein da, die Kreuzfahrt-Industrie nachhaltiger machen zu wollen. MSC Cruises etwa bietet seit Ende 2018 keine Plastikstrohhalme mehr an, bei Tui Cruises soll bis Ende 2020 Einweg-Plastik von Bord verschwinden.

Als Pionier gilt die norwegische Reederei Hurtigruten, die bereits im Juli 2018 Einwegplastik verbannt hat und die die erste komplett kunstofffreie Reederei werden möchten.