Fluggäste zahlen für Übergepäck – doch Norwegian nutzt falsche Waage

Übergepäck abkassiert: Falsche Waage bei Norwegian

Die Airline Norwegian soll nicht erlaubte Messgeräte genutzt haben, um das Handgepäck von Passagieren zu wiegen. Einige mussten rund 75 Euro für Übergepäck bezahlen – möglicherweise zu Unrecht.

Passagiere verlassen eine Norwegian-Maschine.
Schon ein Kilo Handgepäck mehr als erlaubt wird bei Norwegian richtig teuer.

Foto: imago images/Marius Schwarz

Kunden staunten am Flughafen Gardermoen in Oslo in Norwegen nicht schlecht: Die Billig-Airline Norwegian nutzte Koffer- und Hängewaagen, um das Gewicht des Handgepäcks zu ermitteln. Doch solche manuell betriebenen Waagen sind gar nicht zugelassen, weil sie zu ungenau sind.

Passagiere wandten sich deshalb an die staatliche norwegische Aufsichtsbehörde, die nun interveniert. Flughafenbetreiber Avinor wurde aufgefordert, der Sache nachzugehen – immerhin könnte etlichen Passagieren Übergepäck auf einer falschen Grundlage berechnet worden sein.

Wurden Passagiere zu Unrecht für Übergepäck abkassiert?

Norwegian hat ebenfalls einen Brief von der Behörde bekommen, das Wiegen einzustellen, bis nachgewiesen ist, dass es sich um anerkannte Methoden handelt. 

Die Ergebnisse der Handwaagen sind ungenau 

„Wir werden selbstverständlich erlaubte Messgeräte einsetzen und werden mit unseren Partnern an den Flugplätzen sprechen“, wird eine Sprecherin von Norwegian von der Plattform „FlySmart24“ zitiert. Das Portal hatte den Fall öffentlich gemacht.

Die Handwaagen, die nur für den Gebrauch zu Hause produziert werden, sind seit rund einem Monat im Einsatz. „Diese Waagen sind nicht dafür gemacht, sie als Grundlage für ökonomische Forderungen zu nutzen, weil sie zu ungenau sind“, sagt Martin Vandbakk von der Aufsichtsbehörde gegenüber „FlySmart24“. Die Ergebnisse würden sich je nachdem, wie die Waage genutzt würde, enorm unterscheiden. 

Auch bei anderen Airlines werde man nun genauer hinschauen, kündigte die Behörde an.

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