Schlechte Nachrichten für Liebhaber von Abenteuerkreuzfahrten: Die Fitz GmbH Polar-Kreuzfahrten ist pleite! Der niedersächsische Anbieter für Expeditionskreuzfahrten in Extremgebiete wie die Arktis und die Antarktis hat Insolvenz beantragt, wie das Unternehmen mit Sitz in Neustadt bei Hannover auf seiner Website mitteilte.

Fitz GmbH Polar-Kreuzfahrten hatte Probleme mit eingesetzten Schiffen

Offenbar gab es massive Probleme mit den Kreuzfahrtschiffen: „Aufgrund erheblicher widriger Umstände bei den von uns in der Arktis und Antarktis eingesetzten Schiffen blieb der Fietz GmbH leider keine andere Wahl, als Insolvenz anzumelden“, heißt es in dem Statement.

Das passiert mit gebuchten Reisen von Polar-Kreuzfahrten

Bereits gebuchte Reisen sollen noch sicher sein. „Gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter und den Reedereien erarbeiten wir derzeit eine Lösung, wie Sie Ihre Reise dennoch antreten können“, so das Unternehmen.

Für die Reisen mit der „MS Quest“ sei bereits ein gutes Ergebnis erzielt worden. Auch die Kunden wurden schon informiert. Mit der Reederei Ice Tramp, die die Expeditionsschiffe „MS Balto“ und „MS Togo“ betreibt, stünden die Verhandlungen kurz vor dem Abschluss. „Wir werden in den nächsten Tagen alle Kunden über diese Lösungen informieren.“

Geschäftsmodell von Polar-Kreuzfahrten ist gescheitert

Die betroffenen Schiffe stehen exemplarisch für das Geschäftsmodell von Polar-Kreuzfahrten. Im Mittelpunkt stehen außergewöhnliche Erlebnisse mit Expeditionsschiffen, die nur wenige Gäste aufnehmen können. Eines der kleinsten ist dabei die „MS Balto“, mit Platz für gerade einmal zwölf Gäste bei einer zwölfköpfigen Crew.

Die „MS Quest“ bietet mit 26 Außenkabinen und Suiten immerhin Platz für bis zu 50 Passagiere. Für Polar-Kreuzfahrten befuhr das Schiff die arktischen Gewässer zwischen Spitzbergen, Grönland und Island.

Eine Anfrage vom reisereporter zu weiteren Details der Insolvenz wurde von Polar-Kreuzfahrten bisher nicht beantwortet.