Schottland: Deutsche Touristen wollen Nessie mit Gummibären locken

Deutsche Touris wollen Nessie mit Gummibären anlocken

„Haribo macht Kinder froh und Nessie ebenso“ – unter diesem Motto versuchten deutsche Touristen mit der Nascherei das mysteriöse Seeungeheuer von Loch Ness anzulocken. Verwirrung bei den Schotten.

Die am Loch Ness gelegene Burgruine Urquhart Castle.
Einige sind davon überzeugt, dass Nessie in den Tiefen von Loch Ness lebt.

Foto: imago images/Kickner

Diese verrückten Touristen – das dürften sich Passanten bei diesem kuriosen Anblick am Loch Ness in Schottland gedacht haben. Denn auf der Suche nach dem sagenumwobenen Seeungeheuer war deutschen Urlaubern jedes Mittel recht, sogar Zucker als Köder! Mit einer Haribo-Tüte bewaffnet begaben sie sich auf die Jagd nach Nessie.

Deutsche Touristen wollen Nessie mit Haribo ködern

Dabei wurden sie von anderen Besuchern argwöhnisch beäugt. Wie die schottische Ausgabe der „Sun“ berichtet, soll eine am Ufer stehende Touristin Gummibärchen in den See geworfen haben.

Als Köder wählte sie den Colorado-Mix von Haribo, der Nessie mit einer bunten Auswahl an Süßigkeiten und unterschiedlichen Geschmäckern wie Himbeer, Kakao oder Apfel an die Wasseroberfläche locken sollte. 

Menschen, die nur wegen einer möglichen Nessie-Sichtung an den See pilgern, das ist keine Neuheit für die Schotten. Aber diese Aktion sorgte für Verwunderung, bis der selbst ernannte Nessie-Jäger Steve Feltham das Mysterium auflöste.

Schottland-Urlauber wollen deutsche Haribo-Werbung aus dem Fernsehen mit Bully nachahmen

Naschkatzen und Fernseheulen aus Deutschland dürften aber auch ohne Steve Feltham wissen, was die Touristen zu der skurrilen Fangtechnik veranlasste, nämlich diese Werbung aus dem Jahr 2018 mit Komiker und Schauspieler Michael „Bully“ Herbig.

Offenbar erhofften sich die Deutschen, dass Nessie wie im Werbeclip nach der mit Zuckerperlen verzierten Gummi-Himbeere schnappen würde. Steve, der seit 1991 am Loch Ness Ausschau nach dem Monster hält, hatte sich schon seit Längerem gewundert, „warum deutsche Touristen mir lachend Haribo anbieten“ würden.

Das Ungeheuer von Loch Ness ist Publikumsmagnet in Schottland

Nessie hat’s anscheinend nicht geschmeckt, zumindest mussten die Deutschen ohne Sichtung wieder nach Hause fahren. Denn – Steve würde das wohl bestreiten – Nessies Existenz konnte bis heute nicht bewiesen werden. Wahrscheinlich gerade deshalb ranken sich so viele Mythen um das Seeungeheuer. 

Angeblich sollen mehr als 1.000 Menschen das knapp 20 Meter lange und dinosaurierartige Wesen mit Schlangenkopf schon gesichtet haben – daran hält zumindest die offizielle Tourismusseite „Visit Scotland“ fest.

Entlang eines 45-Kilometer-Wanderwegs kannst du selbst nach Nessie Ausschau halten am 243 Meter tiefen Loch Ness im schottischen Hochland.

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