Taurige Bilder aus Italien: Ein Pottwal ist tot an der sizilianischen Küste von Cefalù angespült worden. Laut Greenpeace-Mitarbeitern hatte das Weibchen den Magen voller Plastik.

„Wir wissen nicht, ob er deshalb gestorben ist, aber wir können auch nicht so tun, als sei dies nicht passiert“, heißt es auf der Facebook-Seite der italienischen Gruppe. Fünf Pottwale seien in den vergangenen fünf Monaten aufgefunden worden: „Das Meer schickt uns einen Schrei, ein verzweifeltes SOS“, heißt es weiter. 

Aktuelle Deals

Forscher finden mehrere Kilo Plastik im Magen des angespülten Wals

Einer der Forscher, die den Wal am Sonntag seziert hatten, sagte gegenüber „CNN“, dass der Wal „mehrere Kilo Plastik“ im Magen gehabt habe. Der Müll habe vermutlich den Magen blockiert, sodass das Tier keine weitere Nahrung aufnehmen konnte. „Das ist sehr wahrscheinlich die Todesursache“, so die Einschätzung des Forschers.

Normalerweise werden Pottwale etwa 70 bis 80 Jahre alt – die tote Pottwaldame auf Sizilien soll gerade einmal sechs Jahre alt geworden sein.

Auch auf Sardinien strandete ein toter Wal 

Zuletzt war im April ein toter Wal an der Küste von Sardinien entdeckt worden. Das Tier war schwanger, der Fötus ebenfalls tot. Im Magen des Pottwals wurden 22 Kilogramm Plastik gefunden. Der Umweltminister Sergio Costa kündigte daraufhin an, Italien werde eines der ersten Länder, das die EU-Verordnung zur Verbannung von Plastik umsetzen werde.