Im Mai vergangenen Jahres ereignete sich der tragische Unfall auf Kuba: Eine Passagiermaschine mit 113 Menschen an Bord fiel kurz nach dem Start bei Havanna vom Himmel, nur ein Fluggast überlebte. Der Untersuchungsbericht ließ lange auf sich warten, doch jetzt steht fest: Die Besatzung der Maschine trägt die Schuld für den Absturz.

Das Flugzeug gehörte der Firma Aerolíneas Damojh und war von der kubanischen Airline Cubana de Aviación geleast. Nach dem Absturz entzogen die Behörden dem Besitzer die Lizenz für sein Unternehmen. Spekulationen sahen in der Leasingfirma und deren Wartung den Grund für das Unglück.

Die Auswertung des Flugschreibers sorgt nun für Klarheit.

Unfall-Ursache: Piloten der Unglücksmaschine machten Rechenfehler

Die Ermittler haben nun ihren Untersuchungsbericht abgeschlossen. Demnach seien Fehler der Besatzung bei den Berechnungen von Gewicht und Gleichgewicht die „wahrscheinlichste Ursache für den Unfall“, berichtet „Aerotelegraph“.

Trümmer des Flugzeugwracks in der Nähe von Havanna.
Trümmer des Flugzeugwracks in der Nähe von Havanna. Foto: imago images/Xinhua

Entgegen der vorherigen Spekulationen ist somit nicht eine fehlerhafte Wartung seitens des Besitzers der Grund für das Unglück. Auch, dass die Maschine schon mehr als 40 Jahre alt war, ist nicht offensichtlich ausschlaggebend. Der Fehler lag wohl bei der Crew der staatlichen kubanischen Fluggesellschaft.