Pilot, Rennfahrer und Geschäftsmann: Niki Lauda, der Mann mit der roten Kappe, ist am Montag im Alter von 70 Jahren gestorben. Für seine Leistungen im Rennsport wurde der Österreicher dreimal mit dem Weltmeistertitel ausgezeichnet. 

Neben der Formel 1 machte sich Andreas Nikolaus „Niki“ Lauda auch in der Luftfahrt einen Namen – zuletzt mit seiner Airline Laudamotion. In roten Lettern fliegen die Lauda-Maschinen aus unter anderem Deutschland und Österreich in die ganze Welt. Was bedeutet Laudas Tod für die Airline?

Niki Lauda mit 70 Jahren gestorben – Erinnerungen an die Formel-1-Legende

„In tiefer Trauer geben wir bekannt, dass unser geliebter Niki am Montag, den 20.5.2019, im Kreise seiner Familie friedlich entschlafen ist. Seine einzigartigen Erfolge als Sportler und Unternehmer sind und bleiben unvergesslich“, bestätigte eine Pressesprecherin von Laudamotion seinen Tod. Das berichtet der „Sportbuzzer“ unter Berufung auf „dpa“.

Die Welt trauert, darunter bekannte Stimmen aus dem Sport wie Rennfahrer Niko Rosberg, der viel von ihm gelernt habe, vor allem von seiner Leidenschaft und seinem Kampfgeist. „Für immer im Herzen tragen“ wird der Formel-1-Verband den Weltmeister, der gemeinsam mit der Motorsport-Fangemeinde um den Verlust einer „wahren Legende“ trauere.

Kampfgeist – den bewies Nika Lauda mehrmals. So hatte er seit einem Unfall auf dem Nürburgring 1976 mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen. Schwere Verbrennungen der Kopfhaut sowie eine verätzte Lunge beeinträchtigten ihn. Sein Tod kam nicht unerwartet, sagte sein behandelnder Arzt am Dienstagmorgen.

Nur drei Jahre nach dem Flammeninferno auf der Rennstrecke gründete der Hobby-Pilot seine erste Airline Lauda Air, wie „Aero“ rückblickend berichtet.

Hier steht Niki Lauda 1975 vor einer Propellermaschine.
Er war leidenschaftlicher Pilot: Hier steht Niki Lauda 1975 vor einer Propellermaschine. Foto: imago images / Sven Simon

Formel-1-Legende Niki Lauda war selbst Pilot und startete Karriere in der Luftfahrt

Parallel zu seinen sportlichen Erfolgen legte Niki Lauda eine erfolgreiche Unternehmerkarriere in der Luftfahrt hin. Auch hier bewies der Österreicher Widerstandskraft, nachdem eine Boeing 767 auf dem Lauda-Flug 004 von Hongkong über Bangkok nach Wien abgestürzt war. Alle 223 Menschen im Flieger kamen dabei am 26. Mai 1991 ums Leben.

Trotz mehrerer wirtschaftlicher Sinkflüge kämpfte Niki Lauda sich mit seiner Airline immer wieder nach oben: Zunächst beteiligte sich die Lufthansa seit 1991 an Lauda Air, zehn Jahre später übernahm der bisherige Rivale Austrian Air die Fluggesellschaft komplett. Danach zog sich Niki Lauda aus dem aktiven Geschäft zurück, berichtet „Austrian Aviation“.

Laudamotion fliegt für Ryanair weiter – neue Ziele im Juni 2019 

Mit günstigen Tickets verbuchte Laudas 2003 gegründete Airline Flyniki – besser bekannt als Niki – wieder Erfolge, die mittlerweile insolvente Air Berlin übernahm 2011 – 2017 wurde der Betrieb eingestellt. Lauda gab nicht auf, ersteigerte Niki zurück und bootete damit unter anderem Ryanair aus. Unter dem Namen Laudamotion ging es weiter.

Niki Lauda vor einem Niki-Flieger.
Niki Lauda holte sich seine Airline und vorige Air-Berlin-Tochter Niki wieder zurück. Foto: imago/Sven Simon

Auf lange Sicht verlor er jedoch dieses Wettrennen: Laudamotion gehört seit Dezember 2018 zu 100 Prozent zu Rynanair.

Laudamotion gehört seit September 2018 zu Ryanair

Der irische Billigflieger will „Lauda“ zur größten Airline Österreichs machen und erweitert schon im Juni 2019 das Angebot um neue Ziele wie Palma auf der beliebten Urlaubsinsel Mallorca. Von Düsseldorf soll es dann auch nach Stockholm, Kopenhagen, Mailand, Neapel und Palermo gehen, berichtet „Aero“.

Ein Lauda-Flieger hebt am Flughafen von Düsseldorf ab.
Mit Laudamotion können Reisende nach wie vor verreisen – allerdings seit Ende 2018 unter Ryanair. Foto: imago images / Rüdiger Wölk

Hauptsächlich fliegt die Airline europäische Urlaubsländer wie Spanien, Italien und Griechenland an. Darüber hinaus stehen auch Nordafrika und der Nahe Osten auf dem Streckenplan.

Für Lauda-Passagiere ändert sich also nichts – auch wenn die Trauer um Lauda bleibt.