In Sri Lanka herrscht noch immer Ausnahmezustand. Nachdem am Ostersonntag dieses Jahres mehr als 250 Menschen bei den Terroranschlägen auf Kirchen und Luxushotels getötet wurden, gibt es weder für Einheimische noch für Reisende Entwarnung. 

Verschärfte Sicherheitskontrollen, etliche Festnahmen und noch immer das bestehende Risiko weiterer Terroranschläge sorgen für eine sehr angespannte Situation im Land, weshalb deutsche Reiseveranstalter nun Touren bis Ende Juni abgesagt haben. 

Sri Lanka: Noch immer kein sicheres Reiseziel für Touristen

Die Entscheidung sei eine Reaktion auf die am 13. Mai aktualisierte Lageeinschätzung des Auswärtigen Amtes, erklärte eine Tui-Pressesprecherin auf Anfrage dem reisereporter, weshalb alle Reisen nach Sri Lanka bis einschließlich 30. Juni 2019 abgesagt worden seien.

Damit geht Tui auf Nummer sicher. Schon wenige Tage nach den Anschlägen sagte der Reiseveranstalter alle Reisen bis 31. Mai ab – zu dem Zeitpunkt sollen sich 150 Gäste in Sri Lanka mit Tui aufgehalten haben, die mittlerweile alle abgereist sein sollen.

Während Alltours weiterhin am 31. Mai als Stichtag festhält, ziehen DER Touristik, Thomas Cook und FTI nach. Für Abreisen bis einschließlich 30. Juni werden keine Neubuchungen nach Sri Lanka entgegengenommen. Studiosus streicht sogar alle Reisen bis zum 15. August.

Tui, Thomas Cook, DER weiten Umbuchungs- und Stornierungsregelung für Sri-Lanka-Reisen aus

Gäste, die bereits über Tui eine Reise nach Sri Lanka gebucht haben, „wurden aktiv kontaktiert und konnten gebührenfrei auf andere Urlaubsziele umbuchen oder ihre Reise gebührenfrei stornieren“, teilte der Konzern mit.

Auch DER kommt den Gästen mit der gleichen Regelung entgegen mit dem Verweis: „Sollten Reisegäste von diesem Angebot keinen Gebrauch machen, so kündigt die DER Touristik die Reiseverträge für Urlaubsreisen in Sri Lanka mit Abreise bis zum 30.6.2019.“

Gäste von Thomas Cook erwartet die gleiche Regelung, auch hier werde der Reisepreis zurückerstattet. Etwas eingeschränkter sind Urlauber bei FTI: „Für Gäste mit Anreisedatum bis einschließlich 30. Juni 2019 ist eine kostenlose Umbuchung innerhalb des Streckennetzes der jeweiligen Fluggesellschaft aus der Ursprungsbuchung zugelassen.“

Weiter heißt es: „Der Kunde kann mit der gleichen Airline ein anderes Ziel aus deren Streckennetz wählen.“ Sollte es zu keiner Einigung kommen, können Touristen im zweiten Schritt auf eine andere Airline kostenlos umbuchen.

Sehr kulant zeigt sich Studiosus, welches Gästen mit Abreise bis Ende Oktober ein Recht auf kostenlose Umbuchung anbietet – allerdings gilt das bis vier Wochen vor der Abreise.