Die Leitplanke demoliert, Trümmer liegen verteilt auf der Straße, der Fernbus nicht wiederzuerkennen: Ein Flixbus mit 74 Fahrgästen kippte während der Fahrt auf der A9 um. Dabei wurde eine Reisende tödlich verletzt, weitere sieben Menschen sollen schwere Verletzung bei dem Busunfall erlitten haben. Das berichtet die „Leipziger Volkszeitung“. 

Der Bus soll von der Autobahn abgekommen und eine Böschung hinaufgefahren sein, bevor er zur Seite kippte. Ermittler vermuten: Der Busfahrer soll am Lenkrad für wenige Momente eingeschlafen sein.

Flixbus kippt auf der Autobahn bei Leipzig um – ein Toter, mehrere Schwerverletzte

Bei dem Todesopfer soll es sich um eine Frau handeln. Diese konnte erst mehrere Stunden nach dem Unfall aus dem Wrack geborgen werden. Auch weitere Insassen wurden bei dem tragischen Unfall verletzt. „Das ist alles relativ schnell passiert“, berichtete ein 24-jähriger Student, der sich eine Platzwunde am Kopf bei dem Unfall zuzog. 

Wegen der Aufräumarbeiten musste die Autobahn auf der Höhe von Leipzig für rund zwölf Stunden in beide Richtungen gesperrt werden – seit Montagmorgen ist diese wieder freigegeben.

Das Unglück soll sich gegen 17.30 Uhr ereignet haben, kurz nachdem der Bus auf der Fahrt von Berlin nach München einen Zwischenstopp in Leipzig eingelegt hatte. Der Fernbus soll nach Polizeiberichten in der Nähe des Autobahnparkplatzes Bachfurt von der Fahrbahn abgekommen sein.

Passagiere schlugen Fenster ein, um sich aus Flixbus zu retten

Der 24-jährige Student erinnert sich, wie Passagiere nach dem Unfall zu Notfallhämmern griffen und die Scheiben des Busses einschlugen, um aus dem stark demolierten Fahrzeug zu flüchten.

Ein Dutzend Rettungswagen und Hubschrauber eilten zur Unfallstelle – Schwerverletzte wurden umgehend ins Krankenhaus gebracht, die weiteren Passagiere vor Ort medizinisch betreut. 

Das Bunternehmen Flixbus bestätigte am Sonntagabend den Unfall und spricht sein tiefstes Mitgefühl für alle Angehörigen aus.