Mindestens 17 Menschen wurden am Sonntag bei einer Explosion in der beliebten Touristenregion um die Pyramiden von Gizeh verletzt. Bei der Mehrzahl der Opfer soll es sich um ausländische Touristen handeln. Das berichtet „Al Jazeera“.

Der Sprengsatz explodierte beim Grand Egyptian Museum, das aufgrund von Bauarbeiten derzeit für Besucher gesperrt ist. Bislang gibt es keine Berichte von Toten.

Verletzte Urlauber, demolierter Bus: Bilder nach Explosion in Gizeh

Erste Bilder und Videos von der Unglücksstelle zeigen Verletzte; die Scheiben des Busses sind unter der Wucht der Explosion geborsten. 

Insgesamt sollen sich 25 Menschen an Bord des Busses befunden haben, hauptsächlich Touristen aus Südafrika. Der lokalen Nachrichtenseite „Egypt Today“ zufolge wurde ebenfalls ein privates Auto mit vier Insassen aus Ägypten von der Explosion erwischt. 

Ägypten: Zweiter Bombenangriff auf Reisebus innerhalb weniger Monate

Es ist der zweite Vorfall innerhalb weniger Monate: Erst im Dezember waren drei vietnamesische Touristen und ihr Tourguide ums Leben gekommen, weil ihr Bus von einer Bombe am Straßenrand erwischt worden war. Das berichtet der „Independent“. Die Explosion passierte ebenfalls nur wenige Kilometer von den Pyramiden von Gizeh entfernt.

Das Auswärtige Amt warnt vor einem landesweit erhöhten Risiko terroristischer Anschläge. Diese könnten sich auch gegen Ausländer richten. Seit April 2017 gilt in Ägypten der Ausnahmezustand. Reisende sollten Hinweise von Hotels und Reiseveranstaltern beachten und lokale Medien verfolgen. Generell wird zu Vorsicht geraten.