Von Treppe gerutscht: Stewardess verklagt Qantas auf Schmerzensgeld

Von nasser Treppe gerutscht: Stewardess verklagt Qantas

Achtung, Rutschgefahr! Eine Flugbegleiterin von Qantas ist bei Regen auf der Außentreppe ausgerutscht. Nun verklagt sie die Fluggesellschaft auf 200.000 Euro – die Airline hätte sie schulen müssen.

Maschinen der Airline Qantas in Australien.
Muss Qantas zahlen, weil eine Stewardess auf der nassen Treppe ausrutschte? Diese Frage wird nun vor Gericht geklärt. (Symbolbild)

Foto: imago images/AAP

Muss Qantas seine Mitarbeiter schulen, wie sie eine nasse Treppe benutzen sollen? Geht es nach der 47-jährigen Margaret Chapman, dann ja. Die Stewardess der australischen Fluggesellschaft verklagt ihren Arbeitergeber deswegen auf umgerechnet fast 200.000 Euro. 

Nasse Stufen: Stewardess rutscht aus und verletzt sich

Chapmann war als Flugbegleiterin auf einem Qantas-Flug im Einsatz, der bei schlechtem Wetter in Brisbane landete. Wie „Simple Flying“ berichtet, wurde zum Aussteigen eine mobile Treppe an die Maschine gebracht.

Wegen des Regens wurden die Stufen nass, die Stewardess rutschte aus und verletzte sich an Schulter und Nacken. 

Qantas hätte Flugbegleiterin besser vorbereiten müssen

Die 47-Jährige gibt der Airline die Schuld an ihrem Sturz. Sie und ihr Anwalt sind der Meinung, Qantas hätte ihr vernünftiges Equipment und ein richtiges Training bereitstellen müssen.

„Ohne die Fahrlässigkeit des Angeklagten (Qantas) hätte die Klägerin (Frau Chapman) die genannten Verletzungen nicht erlitten. Der Angeklagte verlangte von der Klägerin, ihre Arbeit in unsicherer Weise auszuführen“, heißt es in der Anklageschrift. Chapman sei durch ihren Sturz immer noch beeinträchtigt und nicht voll arbeitsfähig.

Qantas hat sich bisher noch nicht zu dem Fall geäußert, da es sich um ein laufendes Verfahren handelt.

Auch bei Ryanair fiel eine Flugbegleiterin von der Treppe: 30.000 Euro Schmerzensgeld

Eine Flugbegleiterin von Ryanair war 2012 ebenfalls von einer rutschigen Treppe gefallen. Wegen einer schweren Kopfverletzung trug sie bleibende Schäden davon und kassierte 30.000 Euro Schmerzensgeld. Die Nutzung der Treppe war allerdings rechtens, entschied das Gericht.

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