Eine Rechts-links-Schwäche solltest du als Fluglotse nun wirklich nicht haben. Scheinbar ist das aber nicht unmöglich, denn ein Mitarbeiter des kalifornischen Radar-Towers brachte vor Kurzem ein Flugzeug voller Passagiere bedrohlich nah an einen Berg.

Die Maschine von Eva Air hob in Los Angeles ab und war auf dem Weg nach Taipeh, Taiwan. Wegen schlechter Wetterbedingungen war der Pilot auf die Anweisungen des Fluglotsen im Tower angewiesen. Doch dieser machte einen Fehler, der in einer Katastrophe hätte enden können. Das berichtet der „Independent“.

Fluglotse lässt Flugzeug fast gegen Berg fliegen

Nach dem Start in Los Angeles in östliche Richtung ordnete der Lotse eine Linkskurve nach Norden an. Doch das ist definitiv nicht die richtige Richtung für einen Flug nach Taiwan. Stattdessen hätte er eine Rechtskurve anordnen müssen, um das Flugzeug unmittelbar über den Pazifischen Ozean zu bringen.

Startendes Flugzeug in Los Angeles.
Nach dem Start in Los Angeles drehte die Maschine von Eva Air in die falsche Richtung ab. (Symbolfoto) Foto: imago images/Hans Blossey

Durch die Verwechslung von rechts und links steuerte die voll besetzte Passagiermaschine aber geradewegs auf den Naturpark Angeles National Forest und den 1.741 Meter hohen Mount Wilson zu.

Nur Glück: Flieger schrammt unbeschadet an Berg vorbei

Durch viel Glück flog das Flugzeug mit weniger als 500 Metern Abstand an dem Gipfel des Berges vorbei und konnte danach auf den richtigen Kurs gebracht werden. Eine erste Untersuchung des Falls kam zu einem eindeutigen Ergebnis: Der Fluglotse hat falsche Befehle gegeben.