Der Streik traf die Passagiere förmlich aus dem Nichts: Erst gegen acht Uhr morgens hatte der Flughafen mitgeteilt, dass das Kontrollzentrum für den Bereich Brüssel von 9.30 Uhr bis 13 Uhr geschlossen bleibt und der Flugverkehr am Brüssel Airport deshalb stark beeinträchtigt ist. 

Auf Twitter entladen zahlreiche Passagiere ihren Frust, auf Anzeigetafeln werden fast alle Flüge als gecancelt angezeigt:

Der Flughafen schreibt in einer Mitteilung, der Grund für das Flug-Chaos seien „industrielle Maßnahmen“ bei Skeyes, der belgischen Fluglotsen-Vereinigung. „Verspätungen und Flugausfälle sind auch im weiteren Verlauf des Tages noch möglich.“

Betroffene Passagiere sollen sich an ihre jeweilige Fluggesellschaft wenden. Wenn Flüge abgesagt wurden, sollten die Passagiere gar nicht erst zum Flughafen anreisen. Denn dort stauen sich bereits die Menschenmassen, wie Twitter-Bilder zeigen:

Derzeit sollen dem Flughafen zufolge Freiwillige und Flughafenmitarbeiter den Passagieren helfen und kostenloses Wasser und Snacks verteilen. „Wir entschuldigen uns für die Unannehmlichkeiten und werden Sie auf dem Laufenden halten“, heißt es in der Mitteilung. 

Fluglotsen-Vereinigung hatte nicht zu dem Streik aufgerufen

Der Flughafen gibt der Gewerkschaft Skeyes die Schuld an dem Streik – die Vereinigung betont ihrerseits, dass sie die Arbeitsniederlegungen als wilden Streik betrachtet. Die Fluglotsen seien lediglich dazu aufgefordert, irgendwann zwischen 10 und 19 Uhr an einer Informationsveranstaltung über ein Sozialabkommen teilzunehmen – das sei aber auch während der Pausen möglich.  

Als sich herausgestellt habe, dass die Ankündigung den Flugverkehr beeinträchtigt, sei die Sitzung abgesagt worden, teilt Skeyes mit.