Kein Scherz! Sollte ein US-Bürger – egal ob Tourist oder ansässige Person – in Österreich seinen Reisepass verlieren oder irgendwie in der Klemme stecken, hat er ab sofort ein neue Anlaufstelle: McDonald’s.

Um genau zu sein alle 194 österreichischen Filialen. Die sind nämlich in gewisser Weise Außenstellen der US-Botschaft. Klingt schräg, aber die Restaurantmitarbeiter haben sich verpflichtet, US-Bürgern in Not zu helfen. Konkret sollen sie für Hilfe suchende Amerikaner über eine 24-Stunden-Hotline den Kontakt zu ihrer Auslandsvertretung herstellen.

McDonald’s als Mini-Botschaft: US-Regierung kooperiert mit Fast-Food-Kette

Wie der österreichische „Kurier“ berichtet, haben sich auf diese ungewöhnliche Zusammenarbeit der US-Botschafter Trevor D. Traina und Isabelle Kuster, Managing Director von McDonald’s, geeinigt.

„Die Bitte wurde vom US-Konsulat an uns herangetragen“, bestätigt McDonald’s-Sprecher Wilhelm Baldia dem „Kurier“. In Österreich gebe es nämlich verhältnismäßig viele Niederlassungen – und die Marke sei bei Amerikanern sehr bekannt. 

McDonald’s-Filialen werden nicht zu amerikanischem Hoheitsgebiet

Wer jetzt denkt, er betrete in österreichischen McDonald’s-Filialen offiziell amerikanischen Boden, irrt sich aber. Denn natürlich werden den Mitarbeitern der Fast-Food-Kette nicht die Kompetenzen des Konsulats übertragen. Das Ausstellen von Notpässen und ähnliche Dienstleistungen gehören weiterhin nicht zu ihren Aufgaben. 

Übrigens: Einen Gratis-Burger gibt’s für die Amerikaner in Not nicht.