Ob auf Hawaii, am Great Barrier Reef oder eben in Thailand: An vielen Orten weltweit bleichen und sterben Korallen – auch, weil so viele Touristen in den Riffen tauchen und die fragile Unterwasserwelt beschädigen.

Damit sich die Korallenriffe vor der Insel Koh Samae San erholen können, darfst du dort und auf neun umliegenden Inseln derzeit weder schnorcheln noch tauchen. Die Inseln sind unbewohnt und dürfen nur als Tagestrip besucht werden.

Das Verbot hat der Bürgermeister von Koh Samae San bei Pattaya angeordnet. 19 Veranstalter von Tauch- und Schnorchelschulen sowie 100 Speedboot-Betreiber dürfen demnach keine Urlauber mehr auf die Inseln bringen. 

Tauchverbot als Reaktion auf ein erschreckendes Video

Der finale Auslöser für das Verbot war ein Video, das im Netz kursierte. Es zeigt einen Tauchführer, der nach einer Seeanemone greift, um Clownfische anzulocken – nur um seine chinesische Touristengruppe zu beeindrucken.

Ein absolutes No-Go, da schon kleinste Berührungen die Meereslebewesen verletzen können. Mittlerweile wurde der 32-Jährige von der Abteilung für Marine und Küstenressourcen festgenommen und sitzt in Haft.

Koh Samae San: Tauch- und Schnorchelverbot auf unbestimmte Zeit

Wie lange genau das Tauchverbot in Kraft sein wird, bleibt abzuwarten. Der „Farang“ berichtet von einer vorübergehenden Lösung.

Auch in anderen Teilen Thailands wurden Maßnahmen ergriffen, um die Schädigung des Ökosystems. Auf der Insel Koh Phi Phi Leh bleibt die berühmte Maya-Bucht für weitere zwei Jahre gesperrt