Tag des Museums: Das sind die ungewöhnlichsten Museen Europas

Penisse und „The Hoff“: Die skurrilsten Museen Europas

Gähnende Langeweile bei stundenlangen Geschichtsvorträgen? Nicht in diesen Museen. Von ekelhaften Gerichten über Geschlechtsteile bis hin zu David Hasselhoff – wir kennen die skurrilsten Museen Europas.

Eine Fledermaus, gebettet auf einem Salatblatt.
Fledermaus steht bei einem der verrücktesten Museen Europas auf dem Besichtigungs- und Speiseplan.

Foto: Disgusting Food Museum

Kunstbanausen und Geschichtsunterricht-Schwänzer ergreifen bei einem Museumsausflug wohl eher die Flucht. Dass so ein Besuch aber ziemlich außergewöhnlich und zudem auch noch lehrreich sein kann, beweisen diese Museen in Europa.

Anlässlich des Internationalen Museumstages am 19. Mai 2019 veranstalten Museen weltweit spezielle Aktionen – der reisereporter weiß, warum ein Abstecher auch so in Erinnerung bleibt.

1. David Hasselhoff Museum, Berlin

Manch einer munkelt ja, dass David Hasselhoff mit seinem Gesang für den Fall der Berliner Mauer gesorgt habe – das ist natürlich nur ein Mythos. Wenig überraschend ist trotzdem, dass ausgerechnet in Deutschlands Hauptstadt ein Museum dem einstigen „Baywatch“-Schauspieler und Musiker gewidmet ist. 

Außerdem hat der US-Amerikaner tatsächlich deutsche Wurzeln.

Auch beim Schlafen kannst du dem Hauptdarsteller der Kultserien „Knight Rrider“ und „Baywatch“ ganz nah kommen – die Ausstellung befindet sich im Keller eines Hostels.

Hoff Museum | Adresse: Weinbergsweg 1a, 10119 Berlin

2. Schnarch-Museum, Alfeld-Langenholzen

Alfeld-Langenholzen in Niedersachsen: zugegeben, wohl keine hippe Reisedestination. Wer sich aber für das eher unliebsame Phänomen des Schnarchens interessiert, ist hier richtig.

Du erfährst einiges über die Geschichte des Schnarchens und kannst dir nebenbei noch Tipps holen, was gegen das lästige Knattern helfen soll. Die Öffnungszeiten sind natürlich langschläferfreundlich.

Adresse: Rabentalstraße 1, 31061 Alfeld-Langenholzen | Öffnungszeiten: Mittwoch, Samstag und Sonntag von 15 Uhr bis 18 Uhr 

3. Schweinemuseum, Stuttgart

Bis auf lebendige Schweine kriegen Besucher im weltgrößten Schweine-Museum gefühlt alles geboten, was mit den borstigen Säugetieren zu tun hat. Das Museum ist auch für Vegetarier und Veganer geeignet – die anschließende Einkehr im Museumseigenen Restaurant wohl nur bedingt.

Wer nicht genug von den Vierbeinern hat, für den haben wir vier weitere versaute Trips.

Adresse: Schlachthofstraße 2a, 70188 Stuttgart | Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 18.30 Uhr | Preise: Erwachsene 5,90 Euro, Kinder 3 Euro

4. Museum der ekelhaften Gerichte, Malmö, Schweden

Bei deinem nächsten Städtetrip nach Malmö könnte es kulinarisch werden – wobei du lieber nicht im Disgusting Food Museum essen solltest. Denn der angeblich übelriechendste Käse der Welt kann dir da schon mal den Magen umdrehen. Diesen Gaumengraus hat sich das skurrile Museum auf die Fahne geschrieben und stellt noch bis zum 1. September dieses Jahres die 80 ekelhaftesten Gerichte der Welt aus.

Es wird sogar eine Strichliste darüber geführt, wie viele der Besucher sich bei der Geruchs- und Verkostungsprobe übergeben mussten.

Adresse: Slaghuset, Carlsgatan 12, 21120 Malmö | Öffnungszeiten: Mittwoch bis Sonntag von 12 Uhr bis 18 Uhr (noch bis zum 1. September 2019) | Preise: etwa 19 Euro für Erwachsene, für Kinder unter 16 Jahren gratis

Schreckt dich nicht ab? Über das Buchungsportal Omio findest du Zugfahrten von Hamburg nach Malmö ab 40 Euro.

5. Penis-Museum, Reykjavik, Island

Eisige Temperaturen auf deiner Island-Reise sind nichts Überraschendes, warme Gedanken kannst du dir in diesem ausgefallenen Museum machen – und wenn auch nur vor Scham. In der Hauptstadt Reykjavik befindet sich die weltweit größte Ausstellung männlicher Geschlechtsteile.

Mehr als 280 Penisse verschiedener Tierarten stehen in dem Phallus-Museum.

Adresse: Laugavegur 116, 105 Reykjavik | Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 18 Uhr | Preise: rund 12 Euro

6. Museum der zerbrochenen Beziehungen, Zagreb, Kroatien

Weniger Biologie, dafür mehr Emotionen gibt es im Museum der zerbrochenen Beziehungen in der kroatischen Stadt Zagreb. Dort werden die tragischen Geschichten von verflossenen Liebschaften erzählt. 

Eine herzzreißende Trennung vom Internet ist nicht nötig, das Wi-Fi und du seid im Museum nur Freunde.

Adresse: Ćirilometodska 2, 10000 Zagreb | Öffnungszeiten: im Sommer täglich von 9 Uhr bis 22.30 Uhr, im Winter von 9 Uhr bis 21 Uhr | Preise: Erwachsene rund 5,30 Euro, ermäßigt 4 Euro

7. Haar-Museum, Avanos, Türkei

Und auch hinter diesem Museum steckt eine rührende Geschichte: Es wird erzählt, dass ein türkischer Töpfer so traurig über den Abschied seiner Freundin war, dass er sich eine Haarlocke von ihr abschnitt. Andere Frauen sollen daraufhin ihre Haare gespendet haben – heute hängen in dem Museum mehr als 16.000 Haarsträhnen.

Ob Legende oder Wahrheit, auch du kannst dir eine Strähne abschneiden lassen und sie mit Namen und Adresse in der Höhle aufhängen lassen.

Adresse: Yukarı Mahallesi, 110. Sk., 50860 Avanos/Nevşehir | Preise: Eintritt frei

Besitzer, Töpfer und Haar-Fetischist Galip Körükcue in seiner Höhle.
Besitzer, Töpfer und Haar-Fetischist Galip Körükcue in seiner Höhle. Foto: imago images / Danita Delimont

8. Fritten-Museum, Brügge, Belgien

Fremde Haare, Tier-Penisse und stinkender Käse, das klingt schon sehr speziell. Bei einer goldbraun frittierten Pommes aus Belgien können wohl aber die wenigsten widerstehen, oder? Wenn es dir da genauso geht, dann solltest du einen Besuch im Frietmuseum in Brügge einplanen. Hier dreht sich alles um Fritten – und hungrig musst du auch nicht raus.

Adresse: Vlamingstraat 33, 8000 Brügge | Öffnungszeiten: täglich von 10 Uhr bis 17 Uhr | Preise: Erwachsene 7 Euro, Kinder 5 Euro

9. Das Haus der Millionen Stücke, Chartres, Frankreich

Kunst to go, so könnte man das Maison Picassiette im Zentrum Frankreichs, genauer in Chartres, auch bezeichnen. Wissen über Kunstgeschichte und auch abstraktes Verständis sind für den Besuch nicht notwendig. Hier kannst du einfach an den Millionen Bruchstücken aus Geschirr und Glas vorbeischlendern, die Haus und Möbel komplett bedecken. 

Was sonst vielleicht im Müll gelandet wäre, bildet heute eine riesiges Mosaik. Rund 15 Tonnen Abfall wurden in 30 Jahren hier in den Gemäuern verarbeitet. 

Adresse: 22, rue du Repos, 28000 Chartres | Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag von 10 Uhr bis 12.30 Uhr und von 14 Uhr bis 18 Uhr, Sonntags von 14 Uhr bis 18 Uhr (nur von 15. März bis 15. November geöffnet) | Preise: Erwachsene 6 Euro, ermäßigt 3 Euro

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