Die Tourismusindustrie in Mexiko steht vor einer Herausforderung, denn immer mehr Algen überschwemmen die Traumstrände vor den Hotels im Bundesstaat Quintana Roo. Betroffen sind auch die berühmten Küstenstreifen von Cancún und Playa del Carmen. Behörden rechnen momentan mit bis zu 30 Prozent weniger Touristen.

Ein so starker Einbruch der Besucherzahlen wäre ein extrem herber Schlag für den Tourismus des Landes. Hotelbetreiber an den Küsten bangen um ihre Zukunft. Die Algenpest hat bereits begonnen, mehrere Strände sind schon mit den braunen Gewächsen bedeckt. Und es soll noch schlimmer werden, berichtet „Mexico News Daily“.

Algen bedecken Mexikos Strände

Die Sargassum-Alge, auch Golftange genannt, stammt aus der Gattung der Braunalgen und verbreitet sich gerade rasend schnell im Meer vor der mexikanischen Küste. Besonders stark betroffen ist die Region Riviera Maya im Nordosten des Landes. Rund 200 Kilometer Küstenlinie sollen schon bald von den Algen bedeckt sein, prognostiziert das Umweltministerium des Landes.

Algen am Strand in Quintana Roo.
Das Strandidyll ist dahin: Bagger räumen die Algen am Strand weg. Foto: imago/Zuma Press

Das schreckt Touristen ab, denn die reisen ans Karibische Meer, um an den strahlend weißen Sandstränden zu liegen und die Sonne zu genießen. Doch mit mehreren Millionen Tonnen Algen könnte das sehr bald ein Ende haben. Die Gewächse würden nicht nur den gesamten Strand bedecken, sondern auch das glasklare, türkis Wasser in ein unschönes Braun färben.

Mexiko befürchtet Tourismus-Rückgang von bis zu 30 Prozent

Die Regierung befürchtet einen Rückgang der Besucherzahlen um bis zu 30 Prozent im Jahr 2019. 50 Prozent aller internationalen Touristen in Mexiko zieht es nach Quintana Roo. Das gesamte Land ist auf die Gästesteuern dieser Besucher angewiesen. Doch die könnten nun sehr bald ausbleiben.

Wann genau die Algen wirklich ganze Küstenabschnitte überspülen werden, bleibt abzuwarten.