Thailand: Touristin nach Half-Moon-Party auf Koh Phangan vergewaltigt

Koh Phangan: Touristin nach Half-Moon-Party vergewaltigt

Touristen wollen bei den Strandpartys auf Thailands Trauminseln ausgiebig feiern. Für eine Backpackerin (26) wurde eine Partynacht auf Koh Phangan zum Horror – sie soll vergewaltigt worden sein.

Tanzende Touristen während einer Full-Moon-Party auf Koh Phangan, Thailand.
Auf der Insel Koh Phangan finden regelmäßig Full- und Half-Moon-Partys statt. An den Stränden tanzen Urlauber bis in die Morgenstunden.

Foto: imago images/imagebroker

Bei vielen Touristen sind die legendären Half-Moon- und Full-Moon-Partys an Thailands Stränden ein Muss. Auch eine 26-jährige Backpackerin aus Norwegen ließ diesen Punkt auf ihrer Thailand-Reise nicht aus und feierte am vergangenen Samstag nachts auf Koh Phangan.

Ein Video vom 28. April zeigt die ausgelassene Stimmung auf der Urlaubsinsel:

Offenbar verlor die Norwegerin dabei ihr Portemonnaie, nach dem sie zuerst gemeinsam mit einem Freund, später dann allein suchte – was ihr zum Verhängnis wurde.

Backpackerin (26) begegnete dem mutmaßlichen Vergewaltiger nach Strandparty

Die gemeinsame Suche blieb erfolglos, weshalb sich die Touristin erneut gegen 2 Uhr morgens auf den Weg machte, um nach ihrer Geldbörse zu schauen. Überraschend hielt ein Motorradfahrer an und bot ihr seine Hilfe an. Das zeigen Aufnahmen einer Überwachungskamera, berichtet die „Bangkok Post“.

Dankend nahm sie das Angebot an und stieg auf sein Motorrad – die Videoaufnahmen zeigen, wie die beiden dann in der Dunkelheit verschwanden.

Offenbar beschlich die Norwegerin (26) ein ungutes Gefühl. Sie erzählte der Polizei, dass der unbekannte Fahrer sich geweigert habe, die Fahrt zu stoppen, und sie deshalb von der Maschine gesprungen sei. Daraufhin soll er sie in ihre Rippen getreten und geschlagen haben.

Fremder Mann bot Hilfe an – dann soll er die Touristin vergewaltigt haben

Die Flucht vor dem Mann gelang ihr nicht – nach der vermeintlichen Prügelattacke soll er sie in einer Gasse hinter einem Supermarkt vergewaltigt haben.

Anders als bei einer deutschen Backpackerin aus Hildesheim, die Anfang April auf Koh Sichang vergewaltigt und ermordet wurde, überlebte sie die Tat. Sie schaffte es zurück in ihr Hostel, nur rund 100 Meter vom Tatort entfernt. Von dort kontaktierte sie gegen 3 Uhr unverzüglich die örtliche Polizei. 

Verdächtiger Thailänder (33) gerade erst aus Haft entlassen

Die Frau soll zu betrunken gewesen sein, um die Nationalität des Mannes identifizieren zu können. Doch die Aufnahmen der Überwachungskamera überführten den mutmaßlichen Täter. Anhand des Motorrads konnte die Polizei den Verdächtigen noch Montag Nacht ausfindig machen. Zudem fanden Ermittler eine der Sandalen der Urlauberin am Tatort.

Bei dem Verdächtigen handelt es sich um einen 33-jährigen Thailänder, der der Polizei bereits bekannt war: Er war erst wenige Stunden vor der Tat am Samstag aus dem Gefängnis auf Koh Samui entlassen worden. Dort hatte er wegen Drogendelikten in Haft gesessen. Lange währte seine Freiheit nicht: Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft.

Der „Bangkok Post“ zufolge ist die Norwegerin seit dem 17. April in Thailand. In Bangkok soll sie sich mit ihrem älteren Bruder getroffen haben, gemeinsam seien die Geschwister am 4. Mai nach Koh Phangan gekommen. Die Frau wurde nach ihrer Polizeiaussage medizinisch untersucht und wird von der Touristen-Polizei betreut.

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