Eigentlich keine schlechte Idee: den Weg zum Strand in einer Rutsche zurücklegen. Die Rutsche an der Costa del Sol war als Touristenattraktion gedacht und sollte den Urlaubern den Weg zum Strand etwas versüßen. Doch beim Bau ist etwas gehörig schiefgelaufen: Etliche Touristen verletzten sich, die Attraktion wurde direkt wieder geschlossen.

38 Meter lang ist die steile Metallröhre, die von der oberen Straße direkt zum Strand von Estepona führt. Zuvor mussten die Strandbesucher einen Umweg gehen, denn die Straße, die zum Wasser führt, liegt weit über dem Meeresspiegel. Deshalb bauftragten die Behörden eine Firma mit dem Bau der Rutsche, berichtet der „Guardian“.

Rutsche zum Strand in Estepona ist zu gefährlich

Doch schon am Tag der Eröffnung wurde schnell klar, dass bei der Konstruktion einiges schiefgelaufen war. Die Rutsche geht mit einem Winkel von rund 33 Grad nach unten und führt dabei durch steile Kurven. Mehrere Touristen verletzten sich und kamen mit blauen Flecken am Strand an. Ein Video zeigt, wie eine Frau mit ihrem Kopf gegen den Rand des Metalls schlägt und auf den Sand geschleudert wird.

Eine Twitter-Userin postete Fotos ihrer Ellenbogen, die von der Rutsche ordentlich in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Ein Foto meines Hinterns zeige ich lieber nicht“, schreibt sie. Die Behörden sahen sich aufgrund der zahlreichen Beschwerden und Blessuren dazu gezwungen, die Attraktion nur einen Tag nach der Eröffnung wieder zu schließen.

Die Bauweise werde nun überprüft. Der Gemeinderat weist aber auch darauf hin, dass die Urlauber sich an die Sicherheitshinweise halten müssen und die Rutsche korrekt verwenden sollen. Mehrere Tausend Besucher hätten die Attraktion am Eröffnungstag nämlich ohne Blessuren überstanden.