Nach Aeroflot-Unglück: Airline cancelt Flüge mit Superjet 100

Nach Feuer: Aeroflot cancelt Flüge mit Unglücks-Flieger

Die russische Airline Aeroflot streicht mindestens 50 Flüge mit dem Flugzeugtyp Superjet 100 von Suchoi. Anfang Mai war eine Maschine notgelandet und in Flammen aufgegangen – 41 Menschen starben.

Ein Flugzeug des Typs Suchoi Superjet 100 auf dem Rollfeld.
Ist der SSJ-100 unsicher? Aeroflot hat mindestens 50 Flüge mit dem Flugzeugtyp gestrichen. (Symbolfoto)

Foto: imago images/UIG

Die Bilder des brennenden Flugzeugs gingen um die Welt: Ein Superjet 100 (SSJ-100) von Aeroflot muss notlanden und geht dabei in Flammen auf. 41 Menschen konnten sich nicht mehr retten und starben in dem Feuer.

Ist der Superjet 100 ein Sicherheitsrisiko?

Die Katastrophe wirft die Frage auf, wie sicher der Flugzeugtyp SSJ-100 vom russischen Hersteller Suchoi ist. Schon einen Tag nach dem Unglück cancelte die regionale Fluggesellschaft Yamal Airlines den Kauf von zehn Superjets 100. Auch Aeroflot hat nun reagiert: Am Montag hat die Fluggesellschaft mindestens 50 Flüge mit den Flugzeugen vom Typ SSJ-100 gestrichen.

Wie die „Moscow Times“ berichtet, sind schon vor dem tragischem Unfall mehrere Flüge mit dem Superjet 100 abgesagt worden. „Aeroflot wollte es nicht öffentlich machen, aber mindestens ein Drittel der Flugzeuge waren am Boden“, sagt Boris Rybak, Leiter des Luftfahrtforschungs- und PR-Unternehmens InfoMost. 

Nicht der erste tödliche Zwischenfall mit der Suchoi-Maschine 

Schon 2012 kamen in Indonesien alle 45 Insassen eines Superjet 100 ums Leben. Die Maschine war gegen einen Vulkan geflogen und zerschellt. Damals wurde den Piloten die Schuld an dem Unglück gegeben.

Ein Jahr später entzogen die russischen Behörden dem Flugzeugtyp vorrübergehend die Betriebserlaubnis – wegen technischer Probleme.

Was wir bisher über die Katastrophe in Moskau wissen

Am 5. Mai meldete der Flug SU 1492 eine halbe Stunde nach dem Start technische Probleme und kehrte nach Moskau zurück. Wie die „Moscow Times“ berichtet, entschloss sich der Pilot, direkt zu landen, anstatt Warteschleifen zu fliegen, um die vollen Kerosin-Tanks zu leeren und das Landegewicht der Maschine zu verringern. 

Bei der Landung setzte der Superjet 100 auf, der Treibstofftank platze und das Heck ging sofort in Flammen auf. Die Ermittlungen zur Unglücksursache sind aber noch nicht vollständig abgeschlossen.

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