Fans von Kreuzfahrten und Körperkunst aufgepasst: Auf der „Mein Schiff 2“ gibt es ein Tattoo-Studio auf hoher See. Der Hamburger Tattoo-Artist Chris Krafft sticht den Passagieren dort bis Ende Mai Erinnerungen unter die Haut. 

Und das ist nicht immer einfach: „Wenn es mal schaukelt, ist eine ruhige Hand ein Muss“, erklärt Chris Krafft. Bei besonders kräftigem Seegang macht der Tätowierer lieber Pause: „Schließlich soll das Tattoo ja eine freudige Erinnerung für das ganze Leben werden.“

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Das Tätowieren an Bord des Schiffes ist eine ganz besondere Herausforderung

Bei der Wahl der Motive setzen viele Kunden übrigens auf Seefahrt-Klisches: Anker und Kompasse stechen Chris und seine Kollegen besonders häufig. Andere Passagiere haben im Urlaub dagegen offenbar Zeit, sich über frühere Tattoo-Sünden zu ärgern: Sie lassen alte Motive mit Cover-ups überdecken oder auffrischen.

Die Aktion ist für Tui Cruises erst mal ein Test. Wenn der gut läuft, könnten sich schon bald die Passagiere der gesamten „Mein Schiff“-Flotte während der Kreuzfahrt unter die Nadel legen.

Und das ist durchaus wahrscheinlich: „Täglich sind alle Termine ausverkauft, die Resonanz ist überwältigend“, teilt Produkt-Development-Manager Sven Irmer mit.

Die Preise der Tattoos variieren je nach Motiv und Aufwand und beginnen bei 100 Euro. Wenn er nicht gerade auf Kreuzfahrtschiffen tätowiert, triffst du Chris Krafft übrigens in seinem Tattoo-Studio B. Liberty in Hamburg.

Auf der „Scarlet Lady“, dem ersten Kreuzfahrtschiff von Virgin Voyages, das 2020 in See sticht, soll es ebenfalls ein Tattoo-Studio an Bord geben. Kinder sind bei den Kreuzfahrten nicht willkommen.