Horror in den Flitterwochen: Frau stirbt auf Sri Lanka

Horror in den Flitterwochen: Frau stirbt auf Sri Lanka

Es sollte die schönste Reise ihres Lebens werden, doch sie endete tragisch: Ein britisches Ehepaar erlitt eine Lebensmittelvergiftung, die Frau überlebte das nicht. Der Witwer wird auf Sri Lanka festgehalten.

Galle im Süden Sri Lankas.
Das Paar machte Urlaub in Galle, die Altstadt ist Unesco-Weltkulturerbe.

Foto: imago images/Robert Harding

Nach dem schönsten Tag die schönste Reise: Am 14. April heirateten Usheila Patel und Khilan Chandaria aus dem Norden Londons, drei Jahre nach ihrem Kennenlernen. Kurze Zeit später starteten sie in die Flitterwochen. Diese wollten sie auf Sri Lanka und auf den Malediven beenden. Doch es kam anders.

Das frisch vermählte Paar checkte am 23. April in einem Fünf-Sterne-Hotel in Galle ein, einem Strandort im Süden der asiatischen Insel. Khilan erinnert sich, dass beide Sprite und Wodka tranken, die sie am Flughafen gekauft hatten. 

Nach Ankunft in Sri Lanka: Paar bekommt Fieber und spuckt Blut

Am nächsten Tag hätten sie einen komischen Geruch in ihrem Hotelzimmer wahrgenommen, doch die Reinigungskräfte hätten nichts Außergewöhnliches gefunden. Nach einem Sandwich und Pommes sowie einer weiteren Sprite mit Wodka sei es den beiden zunehmend schlechter gegangen. 

Zunächst wollte das Paar keine medizinische Hilfe, doch als es ihnen immer schlechter ging, Khilan nach eigenen Angaben ohnmächtig wurde und beide Fieber bekamen und Blut erbrachen, wurden sie ins Krankenhaus gebracht. Verdacht: Lebensmittelvergiftung. Wenig später war die 31-Jährige tot, ersten Untersuchungen zufolge könnte sie an Dehydrierung gestorben sein.

Das britische Außenministerium bestätigte gegenüber der britischen „Sun“, die Familie einer Frau, die auf Sri Lanka verstorben sei, zu unterstützen. „Wir stehen mit den Behörden in Sri Lanka in Kontakt.“

Lebensmittelvergiftung während Sri-Lanka-Reise?

Das Hotel Amari, in dem das Paar übernachtet hatte, hat alle Lebensmittel, die im Zimmer des Paares gefunden wurden, für Tests freigegeben. Darunter sind auch die am Flughafen gekauften Produkte. Die genaue Todesursache bleibt derzeit aber unklar.

Der 33-jährige Witwer hat zwar die gesundheitlichen Probleme überstanden, ist aber völlig aufgelöst – und nach wie vor auf Sri Lanka. Nach dem Tod der Frau stand es ihm frei, die Insel im Indischen Ozean zu verlassen, doch er wollte nicht ohne seine Frau nach Hause fliegen. 

Mann darf Sri Lanka nach Tod seiner Frau nicht verlassen

Jetzt wurde allerdings eine Untersuchung angeordnet, um die Umstände des Todes von Usheila Patel aufzuklären – und bis dahin darf Khilan Chandaria das Land nicht verlassen. Derzeit gibt es zudem Probleme mit den Papieren für die Überführung des Leichnams. Khilan Chandaria fürchtet gar, dass die Überführung dann so schnell geht, dass er noch unter Hausarrest steht und somit ihre Beerdigung in Großbritannien verpasst.

Er gelte zwar nicht als verdächtig, sagten sri-lankische Behörden, müsse bis zur vollständigen Klärung aber auf Sri Lanka bleiben. „Die Polizei behandelt mich zwar nicht wie einen Tatverdächtigen, aber auch nicht wie ein Opfer“, sagte er der britischen „Sun“.

Eine Freundin des Paares schreibt auf Facebook: „Vor nicht einmal drei Wochen waren wir auf der wunderbaren Hochzeit von Khilan und seiner Frau Usheila. Jetzt wollen wir nur, dass beide nach Hause kommen, damit die Familien den tragischen Tod verarbeiten können und wir unseren Freund unterstützen können.“

Er möchte seine tote Frau nur noch nach Hause bringen

„Ich spreche nach wie vor jeden Tag mit ihr, wir wollten den Rest unseres Lebens zusammen sein“, sagte der Witwer. „Ich habe das Gefühl, die ganze Welt ist gegen mich. Und ich habe das Gefühl, dass der Trauerprozess noch gar nicht richtig begonnen hat.“

Er hofft nun, dass die Leiche seiner Frau bald freigegeben wird, damit er sie nach Hause bringen kann. Frühestens am Mittwoch soll das der Fall sein. 

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