Alkoholverbot auf Mallorca: Magaluf verhängt bis zu 3.000 Euro Strafe

Magaluf plant Alkoholverbot – fast 3.000 Euro Strafe

Das kann teuer werden! Wer am 1. Juni ein Bier am Strand von Magaluf trinkt, muss mit bis zu 3.000 Euro Strafe rechnen. Der Grund: Der Urlaubsort auf Mallorca befürchtet Randalen zum Champions-League-Finale.

Saskia Hassink
Ein Bier im Plastikbecher am Strand.
Ein kühles Bier am Strand? Solltest du dir in Magaluf bald lieber nicht genehmigen. (Symbolbild)

Foto: Imago Images/Photocase

Alkoholisierte Briten sind auf Mallorca leider keine Seltenheit. Um das Problem in den Griff zu bekommen, wurden unter anderem schon Warnschilder für britische Urlauber aufgestellt und Strafen für Saufgelage verhängt. 

In dem Urlaubsort Magaluf haben die Behörden nun zusätzlich ein Alkoholverbot verhängt. Am 1. Juni sind Bier, Sangria, Cocktails oder andere alkoholische Getränke verboten. Wer sich nicht daran hält und trotzdem in der Öffentlichkeit trinkt, muss zahlen: Zwischen 300 Euro und 3.000 Euro Strafe drohen, berichtet die britische „Sun“.

Angst vor Randalen wegen Champions-League-Finale

Grund für den drastischen Schritt ist das Champions-League-Finale zwischen den beiden britischen Clubs Tottenham und Liverpool. Die Behörden befürchten, dass die Fans auf den Straßen aneinandergeraten könnten. 

Erst 2017 ist die Situation nach der WM-Qualifikation zwischen England und Schottland eskaliert – Fans fetzten sich in einer Massenschlägerei auf der Straße.

Das Champions-League-Finale zwischen Liverpool und Tottenham findet in Madrid statt und wird in vielen Bars und Kneipen in Magaluf live übertragen.

Alkoholverkauf begrenzt, verschärfte Kontrolle

Der Verkauf von Alkohol ist an diesem Tag begrenzt – auch während des Spiels. Außerdem dürfen die Fans die Biergärten nicht verlassen und auf der Straße feiern.

Polizei und Security-Beamte patrouillieren vermehrt, Bars und Clubs müssen ihre Terrassen und Fenster nach Mitternacht schließen. Dazu drohen Kneipen 3.000 Euro Strafe, wenn sie Alkohol an Minderjährige verkaufen. Zuletzt mussten einige Bars in Magaluf 1.500 Euro Strafe zahlen, weil sie kostenlos Alkohol ausgeschenkt hatten.

Magaluf will Sauftourismus loswerden

Derzeit überlegt der Ferienort, das Alkoholverbot zu verlängern. Schon lange kämpft Magaluf gegen das Image als „Paradies für Sauftouristen“. Immer wieder betrinken sich Touristen dort und randalieren. 

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