Schluss mit Plastik in Tansania: Ab Juni will das Land Einweg-Plastiktüten verbannen – Produktion und Verkauf sind dann verboten. Premierminister Kassim Majaliwa will mit dem Plastik-Bann die Umweltverschmutzung eindämmen.

Weder zum Einkaufen noch im Haushalt dürfen die Tüten dann noch genutzt werden, schreibt „The East African“. Urlauber sind ebenfalls vom Bann betroffen: Denn auch im Reisegepäck dürfen Plastiktüten nicht mehr eingeführt werden. Das betrifft sogar die Zip-Beutel für Flüssigkeiten im Handgepäck.

Reisende haben drei Möglichkeiten: 1. Entweder den Beutel schon im Flugzeug wegwerfen. 2. Gar keine Flüssigkeiten mit in die Kabine nehmen. 3. Eine der Alternativen zum Plastik-Zip-Beutel benutzen, die biologisch abbaubar sind.

60 Länder haben Plastik verbannt

Mit dem neuen Plastik-Bann stellt sich Tansania in eine Reihe mit seinen Nachbarländern Kenia, Uganda und Ruanda. Kenia verbietet seit dem Jahr 2017 Plastiktüten – 32.000 Euro Strafe kostet hier das Benutzen einer Tüte.

Weltweit haben bereits 60 Länder – darunter Frankreich, Italien und China – Einweg-Plastiktüten verboten oder mit Steuern belegt.

Neun Millionen Tonnen Plastikmüll

„Es ist möglich, dass in Tansania ab dem 1. Juli kein Plastik mehr benutzt wird“, sagte Umweltminister January Makamba dem Parlament.

Die Vereinten Nationen gehen derzeit davon aus, dass von den neun Millionen Tonnen Plastikmüll gerade einmal neun Prozent recycelt werden.