Es gibt sie in Grau, Orange und Rot: Ähnlich einer Ampel zeigen die Männchen auf der Bahn-Website oder in der DB-Navigator-App die Auslastung von ICE und IC an. In vier Stufen geben sie Auskunft, ob die Auslastung der Sitzplätze „gering“, „hoch“, „sehr hoch“ oder „außergewöhnlich hoch“ ist.

So sehen die vier Piktogramme der Auslastungsanzeige aus.
So sehen die vier Piktogramme der Auslastungsanzeige aus. Foto: Deutsche Bahn

Eigentlich eine gute Sache: So weißt du schon vor der Reise, ob du lieber einen Sitzplatz reservieren oder sogar eine andere Verbindung buchen solltest. Doch es gibt deutliche Mängel.

Prognose für Auslastung der Züge zu ungenau

Bei der höchsten Auslastung rät die Bahn beispielsweise, dass Passagiere besser einen anderen Zug nutzen sollten. Doch auch in diesen Zügen gebe es mitunter noch vereinzelt freie Sitzplätze, sagte Pro-Bahn-Sprecher Karl-Peter Neumann gegenüber „Teltarif“.

Wie sagt die Bahn die Auslastung der Züge voraus? Als Grundlage dient die Auslastung des Zuges in der Vergangenheit und die Anzahl der Buchungen mit Zugbindung. Pro Bahn zufolge sei diese Hochrechnung noch nicht optimal.

Die Bahn sieht das anders: Das System ist ihrer Ansicht nach zuverlässig. Abweichende Auslastungen könnten aber vorkommen, etwa wenn Züge ausfallen oder Fahrgäste spontan andere Verbindungen wählen.