Menschen, die in Rettungswesten auf dem Boden schlafen, Wasser spült durch die unteren Decks und Möbel werden zu Rammböcken – die Aufnahmen aus der havarierten „Viking Sky“ erinnern an einen Katastrophenfilm.

Für rund 1.300 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes wurde die Tortur Ende März allerdings bittere Realität, als ihr Schiff vor der Küste Norwegens bei schwerem Sturm in Seenot geriet.

„Viking Sky“-Passagiere erhalten Kreuzfahrt-Gutscheine – doch sie fordern mehr

Bereits kurz nach der Havarie hat die Reederei den Passagieren Gratis-Kreuzfahrten als Entschädigung versprochen. Den Betroffenen (und ihren Anwälten) reicht das nicht. Sie fordern 10 Millionen Dollar von Viking Cruises – umgerechnet rund 8,9 Millionen Euro. 

Die geforderte Summe beziehe sich global auf alle Passagiere, die im März mit der „Viking Sky“ in Seenot geraten sind, sagte Michael Winkleman, der die Passagiere vertritt, gegenüber „Fox Business“.

Anwalt: „Viking Sky“ hätte Seenot verhindern können

Winkleman ist auf Fälle aus dem maritimen Bereich spezialisiert. Der Anwalt ist der Meinung, die „Viking Sky“ hätte das Kreuzfahrt-Drama vermeiden können. Zwei Fähranbieter, die regelmäßig in den als gefährlich geltenden Gewässern unterwegs seien, seien an diesem Tag nicht ausgelaufen. 

Denn sie hätten ihre Passagiere nicht dem großen Risiko aussetzen wollen. Dem Anwalt zufolge hätte Viking mit den Leben der Passagiere gespielt. „Sie waren extrem verängstigt, es war ein furchterregendes Erlebnis.“

Zahlreiche Passagiere zogen sich auf der „Viking Sky“ zudem Verletzungen zu. So vertritt Winkleman unter anderem eine Frau, die sich bei dem Drama mehrere Rippen gebrochen hat. Und ihr Mann befindet sich noch immer mit einer entzündeten Rückenverletzung im Krankenhaus.